06.11.2021 11:51 |

Drei SchwerVerletzte

Messerattacke in ICE: Polizeigroßeinsatz in Bayern

In Bayern hat es am Samstagvormittag in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg eine Messerattacke gegeben. Nach Angaben der Bayerischen Rundfunks (BR24) wurden drei Menschen schwer verletzt worden. „Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Es gibt keine Erkenntnisse, dass weitere Täter vorhanden sind“, hieß es seitens der Polizei.

Bei dem Tatverdächtigen um einen 27-jährigen Syrer handeln, der zuletzt in Passau lebte. Es hieß zudem, der Angreifer habe mit einem Messer drei Menschen verletzt. Die Opfer sind drei Männer im Alter von 26, 39 und 60 Jahren, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die „Bild“-Zeitung berichtete, der Festgenommene solle „psychisch auffällig sein“ und habe im Zug um Hilfe gerufen.

Die genauen Hintergründe sind unklar. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz wurde der Polizei gegen 9 Uhr mitgeteilt, „dass es in einem ICE zu Angriffen auf Fahrgäste kommen soll. Einsatzkräfte konnten kurz darauf eine männliche Person festnehmen.“

Es bestehe keine Gefahr mehr, hieß es. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Tatort. Das Bayerische Rote Kreuz versorgte die drei Schwerverletzten an Ort und Stelle und transportierte sie in Kliniken. Auch für die Hilfskräfte und die Feuerwehr war es ein Großeinsatz: Sie versorgte und betreute die etwa 200 bis 300 aus dem Zug evakuierte Fahrgäste in einem Saal in der Nähe des Bahnhofs Seubersdorf. 

Die Bahnstrecke Regensburg - Nürnberg wurde um etwa 9 Uhr gesperrt. Andere Züge auf der Strecke seien zunächst an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn zu Mittag. Danach wurde der Fernverkehr über Ingolstadt umgeleitet. Für die Fahrgäste bedeutete das 30 bis 60 Minuten längere Fahrzeiten.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer drückte sein Entsetzen aus und rief zur Besonnenheit auf. „Die grausame Messerattacke im ICE ist furchtbar“, zitierte ihn ein Sprecher im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Hintergründe der grausamen Tat seien noch unklar und müssten aufgeklärt werden. „Erst dann ist eine Bewertung möglich.“

 krone.at
krone.at
Kommentare

Die Kommentarfunktion ist aktuell geschlossen.