Neue Corona-Maßnahmen

Auch Oberösterreich startet demnächst Impflotterie

Die rasant steigenden Zahlen dürften in der oberösterreichischen Landespolitik in den vergangenen Tagen zum Umdenken geführt haben. Wie die „Krone“ erfuhr, soll schon am Donnerstag ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt werden.

Schlusslicht bei der Impfquote, dafür ganz vorne dabei, was die Neuinfektionen betrifft: Die Entwicklung der Corona-Pandemie ist in Oberösterreich seit Wochen besorgniserregend. Im Bezirk Braunau ist heute etwa bei der Sieben-Tage-Inzidenz die 1000er-Marke überschritten worden. 1016 Neuinfektionen aufgerechnet auf 100.000 Einwohner zählte der Bezirk in den vergangenen sieben Tagen.

Während Bundesländer wie Wien, Burgenland oder Salzburg bereits zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen haben, ist in Oberösterreich diesbezüglich zuletzt kaum etwas passiert: wenig effiziente Ausreisekontrollen in mittlerweile neun Bezirken und eine Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht auf den gesamten Handel. Jetzt sehen die Verantwortlichen im Landhaus aber offenbar die Zeit gekommen, um die Reißleine zu ziehen.

Lotterie ab Mitte November
Wie die "OÖ-Krone“ erfuhr, soll schon am Donnerstag in Linz ein Maßnahmenpaket vorgestellt werden. Darin enthalten: eine Impflotterie nach dem Vorbild des Burgenlands. Dort haben sich seit Mitte September 79.400 Personen zur Lotterie angemeldet, sie dürfen auf Sachpreise hoffen. Ein ähnliches Modell ist dem Vernehmen nach ab Mitte November nun auch in Oberösterreich vorgesehen. 

Ziel sei es, so hört man aus Landhauskreisen, endlich die Impfquote zu erhöhen. Dass das Vorhaben erfolgreich sein kann, zeigt sich am Beispiel des Burgenlands, das eine Impfquote von 73 Prozent aufweist (Oberösterreich: 59,1 Prozent).

Eigene Gurgeltests
Zudem soll ab Montag dort, wo bisher die 3G-Regelung galt, nur mehr 2,5G gelten - also unter anderem in der Gastronomie und Hotellerie, bei Sport- und Kulturveranstaltungen und bei körpernahen Dienstleistern. Das PCR-Testangebot soll entsprechend ausgebaut werden. Zusätzlich zum Bundesprogramm „Alles gurgelt“, das bisher in drei Bezirken möglich ist, sollen ab übernächster Woche nach dem Vorbild Salzburgs auch landeseigene Gurgeltests angeboten werden.

Christian Ortner
Christian Ortner
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