29.10.2021 08:59 |

23 Übergänge überprüft

Taucher fühlten Kärntner Brücken auf den Zahn

Die Draubrücke Stein, die im Vorjahr aufgrund von Statikproblemen gesperrt werden musste (wir berichteten), war der Anlass dafür, dass heuer sämtliche Landesbrücken mit Flusspfeilern von Tauchern auf ihre Sicherheit kontrolliert wurden. Bei zwei von 23 Brücken wurden leichte, aber ungefährliche Mängel festgestellt.

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Zusätzlich zu den standardisierten Kontrollen, die regelmäßig durchgeführt werden, wurden heuer im Auftrag von Landesrat Martin Gruber sämtliche Landesbrücken mit Flusspfeilern einer sogenannten Kolkschutzprüfung unterzogen.

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In anderen Bundesländern sind so intensive Untersuchungen der Brücken nicht üblich. Kärnten ist hier klarer Vorreiter.

Martin Gruber, Landesrat und Straßenbaureferent

„Kolke können durch erhöhte Strömungsgeschwindigkeit oder Verwirbelungen an Flusspfeilern entstehen. Dadurch bilden sich Hohlräume, wodurch die Standsicherheit der Brücke beeinträchtigt werden kann“, erklärt man im Büro des Landesrats.

Echolotaufnahmen nicht zuverlässig
Bislang wurde der Zustand der Flusspfeiler durch ein Echolot überprüft – wie es auch bei der Draubrücke Stein vergangenes Jahr der Fall gewesen war. „Im Nachhinein wurde aber festgestellt, dass die Echolotaufnahmen leider die tatsächlichen Untergrundverhältnisse verfälscht hatten. Deshalb haben wir heuer kärntenweit alle relevanten Brücken mit Kolkschutz einer Prüfung durch Spezialtaucher unterzogen“, so Gruber.

In Summe wurden bei 23 Brücken die Flusssohlen überprüft und Unterwasseraufnahmen der Pfeiler und Fundamente gemacht. Lediglich bei zwei Brücken wurden Kolke festgestellt, die aber ungefährlich für die Fundamente seien und somit keine Gefahr darstellen würden, heißt es.

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