Prozess in OÖ

Fischzüchter soll geschützte Tiere getötet haben

„Ich bin ein Tierliebhaber. Ich liebe jedes Tier, aber Fische liegen mir besonders am Herzen“, sagte der Angeklagte in Steyr in Oberösterreich. Im Strafantrag schaut die Sache schon anders aus. Der 66-Jährige soll um eine Fischzuchtanlage in Spital/Pyhrn geschützte Tiere getötet, Katzen gequält und verbotene Fangmethoden angewendet zu haben.

Petri Heil im Steyrer Gerichtssaal. Als Zuhörer lernte man allerhand übers Fischen. Doch eigentlich ging es um ein weniger erfreuliches Thema. Ein Petrijünger aus der Steiermark musste sich wegen Tierquälerei verantworten. Er soll zahlreiche geschützte Tiere, die seiner Meinung nach den Fischbestand bedrohen, Katzen und eine Entenmutter getötet haben. Dazu soll er verbotene Fangmethoden verwendet haben. Und sogar seine Fische gequält haben, indem er sie erstickte. Der 66-Jährige legte ein Teilgeständnis ab, gab zu, einen Schwarzstorch und vier bis fünf Graureiher sowie zwei Nattern getötet zu haben.

Von Vereinskollegen entlastet
Aufgeflogen ist sein Treiben, als eine Nachbarin sah, wie er den Schwarzstorch entsorgen wollte. Sie und ihre Familie belasten den Fischer. Seine Vereinskollegen stellten ihm fast alle ein tadelloses Zeugnis aus. Vertagt.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Montag, 29. November 2021
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