14.10.2021 10:15 |

weniger Getreidefelder

Getreidepreise steigen: Bäcker schlagen Alarm

Die steigenden Rohstoffpreise machen nicht nur der Baubranche und der Industrie zu schaffen. Auch die Bäcker schlagen mittlerweile Alarm. Der Kärntner Innungsmeister Martin Vallant: „Asien kauft den Getreidemarkt auf. Eine Tonne Mehl kostet schon 400 statt wie bisher 220 Euro!“ Das werde sich auch auf den Brotpreis auswirken.

Das Bäckergewerbe hat derzeit hart zu kämpfen. Nicht nur, dass die 90 Betriebe in Kärnten kaum noch geeignete Mitarbeiter finden, welche die ungewöhnlichen Arbeitszeiten in Kauf nehmen wollen, sind in den vergangenen Monaten auch die Ausgaben der Betriebe stark gestiegen. Sie haben vor allem massive Probleme, an Mehl zu kommen.

Preise steigen bis zu zehn Prozent 
„Weltweit gibt es immer weniger Getreidefelder, weil der Anbau für viele Bauern nicht mehr lukrativ ist. Dazu kommt der sinkende Ertrag wegen des Klimawandels“, sagt Martin Vallant, der Innungsmeister der Kärntner Bäcker. Die Folge: Die Preise für das Korn schießen in die Höhe. „Heute muss man für eine Tonne Mehl 400 Euro zahlen. Vor einigen Monaten waren es noch 220. Vor allem Weizen ist kaum noch zu kriegen.“

Zitat Icon

Unsere Branche hat ohnehin schon hart zu kämpfen. Jetzt kaufen die Asiaten auch noch das Getreide auf. Die Preise explodieren.

Martin Vallant, Innungsmeister der Kärntner Bäcker

Welt steht Kopf 
Der werde von Chinesen und Indern aufgekauft. „Die Welt steht Kopf!“ Und das würden auch die heimischen Konsumenten bald zu spüren bekommen. „Der Preis für Gebäck wird voraussichtlich um acht bis zehn Prozent angehoben.“

Kein Plan B 
Alternativen gebe es kaum. „Die Bäcker könnten den heimischen Bauern direkt das Getreide abnehmen. Da ist aber viel Risiko dabei. Hagel oder Dürre könnten die Ernte vernichten. Dann müssten sich die Betriebe erst wieder nach Ersatz umsehen und teuer einkaufen.“

Christian Tragner
Christian Tragner
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