Prognose-Konsortium:

Spürbarer Anstieg bei Spitalspatienten erwartet

Österreich
06.10.2021 14:39

Das Covid-Prognose-Konsortium rechnet in den kommenden Wochen mit einer spürbaren Zunahme von Corona-Patienten in den Spitälern. In ihrer aktuellen Vorschau gehen die Experten davon aus, dass in 14 Tagen deutlich mehr als 300 Covid-19-Infizierte auf Intensivstationen liegen werden. Schlimmstenfalls könnten es bis zu 380 sein. Auf den Normalstationen werden knapp 800 Covid-Patienten erwartet.

Am Mittwoch wurden auf den Normalstationen 631 und auf den Intensivstationen 223 Patienten verzeichnet. Zuletzt lag die Auslastung aller für Covid-Fälle nutzbaren Intensivbetten - ohne die innerhalb von sieben Tagen verfügbaren Zusatzkapazitäten - bei 34,1 Prozent.

Bezogen auf die gesamte Bettenkapazität auf Intensivpflegestationen lag die Auslastung bei 11,1 Prozent. Dem Konsortium zufolge wird diese bis zum 20. Oktober auf 14,9 Prozent steigen.

Spitalskapazitäten werden knapp
Die Experten raten vor dem Hintergrund der bereits in einigen Bundesländern erhöhten Belegung der Intensivstationen - in Wien lag diese zuletzt bei 19 Prozent, auch in Oberösterreich könnte es mit den Kapazitäten in den Krankenhäusern knapper werden - und dem erwarteten Einsetzen saisonaler Effekte dringend dazu, das aktuelle Infektionsgeschehen engmaschig zu beobachten, „um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können“.

Was die Infektionszahlen betrifft, rechnet das Prognose-Konsortium in mittelbarer Zukunft mit im Schnitt 1800 neuen Fällen pro Tag - am Mittwoch waren es 2693. Am kommenden Mittwoch wird für Österreich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 142 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet, aktuell hält man bei 143,1.

Regional unterschiedliche Durchimpfungsrate
Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern wird sich weiter unterschiedlich gestalten. Im Burgenland dürfte sie gemäß den Berechnungen des Konsortiums am 13. Oktober bei 83 zu liegen kommen, in Oberösterreich demgegenüber bei 219. „Ein möglicher Erklärungsansatz ist die regional sehr unterschiedliche Durchimpfungsrate“, merkt dazu das Prognose-Konsortium an.

In den meisten östlichen Bezirken des Landes gebe es vergleichsweise hohe Durchimpfungsraten und ein verhältnismäßig geringes Fallgeschehen, „während Bezirke beispielsweise im Innviertel niedrige Durchimpfungsraten und ein hohes Fallgeschehen aufweisen“.

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