Infolge der personellen Aufstockung habe nun nicht einmal mehr jeder Abgeordnete einen eigenen Schreibtisch. Dies sei auch arbeitsrechtlich nicht korrekt, ärgerte sich Strache. Die rot-grüne Stadtregierung ignoriere offenbar weiterhin das Wahlergebnis und sei nicht bereit, eigene Klubräume an die Blauen abzutreten.
Insgesamt würden sich rund 50 FPÖ-Mitarbeiter "auf engstem Raum" aufhalten müssen. Um auf ihre Not aufmerksam zu machen, hatte die Partei bereits vor einigen Wochen Printinserate geschalten. Zwecks Demonstration der "unzumutbaren Verhältnisse" setzten die Blauen auch am Montag auf kühlen Aktionismus und luden Journalisten zu einer Pressekonferenz vor den FPÖ-Klub auf den frostigen Rathausgang.
Bürgermeister hat "Angst vor guten Ideen"
Klubobmann Johann Gudenus beklagte am Montag, dass die Grünen mit elf Mandataren 900 Quadratmeter - und damit doppelt so viel wie die FPÖ - zur Verfügung hätten. Den Freiheitlichen stünde eine Verdoppelung der jetzigen Klubräume zu.
"Seit Kurzem ist Bewegung in die Sache gekommen", verwies Gudenus auf ein Angebot auf zusätzliche Räume zwei Stockwerke über den schon bestehenden Klubflächen. Diese Zimmer seien aber immer noch zu wenig und müssten zudem umgebaut und saniert werden, was bis zu einem Jahr dauern könnte: "Das ist ein erster Schritt eines Entgegenkommens, aber es reicht nicht." Bürgermeister Michael Häupl (SP) wolle offenbar die Arbeit der FPÖ behindern, "weil er Angst hat vor guten Ideen", mutmaßte Gudenus.
SP bei geringstem Flächenbedarf "dennoch effizient"
SP-Klubobmann Rudolf Schicker versicherte wiederum, dass die Behauptung, wonach den Freiheitlichen Räumlichkeiten vorenthalten würden, schlichtweg falsch sei. Ende des vergangenen Jahres seien den Blauen analog zum Wahlergebnis zusätzliche Rathausräumlichkeiten im Ausmaß von mehr als 310 Quadratmetern von der Rathausverwaltung angeboten worden.
"Der freiheitliche Klubdirektor hat zuletzt dazu auch Zustimmung signalisiert", so Schicker. Der rote Klubchef vergaß nicht zu erwähnen, dass die Sozialdemokraten mit rund 20 Quadratmetern pro Mandatar den geringsten Flächenbedarf aller Parteien hätten und "dennoch effizient" im Sinne der Wiener arbeiteten.










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