Bansko-Kombi

Innerhofer gewinnt Hundertstel-Krimi gegen Neureuther

Sport
26.02.2011 18:02
Super-G-Weltmeister Christoph Innerhofer hat am Samstag in Bansko die erste Super-Kombination seiner Karriere gewonnen. Der Südtiroler (2:23,87 Minuten) setzte sich hauchdünn gegen den deutschen Slalom-Spezialisten Felix Neureuther (+0,01) durch. Dritter wurde der Franzose Thomas Mermillod Blondin (+0,33). Björn Sieber feierte als Siebter (+0,65) das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

Gesamtweltcup-Spitzenreiter Ivica Kostelic wurde Fünfter. Der Kroate liegt damit im Kampf um die große Kristallkugel zehn Rennen vor Saisonende bereits 569 Zähler vor dem zweitplatzierten Schweizer Didier Cuche, der nach einer Daumen-Operation auf einen Start in Bulgarien verzichtet hatte.

Zweiter Weltcupsieg für Innerhofer
Innerhofer nahm seine tolle Form von der WM in Garmisch-Partenkirchen mit, wo er mit drei Medaillen der erfolgreichste Skirennläufer gewesen war. "Ich hätte nicht mit diesem Sieg gerechnet. Ich war bei den letzten Toren im Super-G schon extrem müde. Mit meinem Slalom-Lauf war ich sehr zufrieden, doch im Super-G habe ich mich nicht so gut gefühlt. Deshalb war ich überrascht, dass ich am Ende ganz vorne war", erklärte Super-G-Weltmeister Innerhofer, der bisher nur die Weltcup-Abfahrt am 28. Dezember 2008 in Bormio gewonnen hatte.

Sieber nach "Super-Leistung" happy
Neben Innerhofer strahlte auch Sieber. "Das war eine sensationelle Fahrt im Super-G von mir. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und bin nach dieser Super-Leistung überglücklich", lautete der Kommentar des 21-jährigen Vorarlbergers nach dem besten Resultat seiner Karriere. Bisher war Platz 15 in der Super-Kombi am 14. Jänner in Wengen das Maximum für Sieber im Weltcup gewesen. Bei der WM in Garmisch war der Bregenzerwälder in dieser Disziplin 13.

Aus dem nach dem verletzungsbedingten Ausfall des WM-Vierten Benjamin Raich geschwächten ÖSV-Team landete nur noch Romed Baumann als Zehnter in den Top Ten. Das war ein unbefriedigendes Ergebnis für den 25-jährigen Tiroler, der in Kitzbühel Dritter der klassischen Hahnenkamm-Kombination war. "Heute hat einfach nichts zusammengepasst. Ich hätte im Super-G schneller sein müssen, das war zu wenig", übte sich Baumann in Selbstkritik.

Neureuther mit Riesentorlaufanzug auf Platz zwei
Die große Überraschung des Rennens war Platz zwei von Neureuther, der bisher in der Super-Kombi nie besser als 22. (Beaver Creek 2009) war und nicht einmal einen Abfahrtsanzug zur Verfügung hatte. Der 26-jährige Bayer musste den Super-G deshalb mit einem Riesentorlaufanzug bestreiten. "Es ist kaum zu glauben, das ist eine brutale Überraschung. Ich hab's gar nicht glauben können. Dieser zweite Platz ist wie ein Sieg für mich", betonte der Sohn der deutschen Ski-Stars Christian Neureuther und Rosi Mittermaier.

Nach dem Slalom hatte Torlauf-Weltmeister Jean-Baptiste Grange noch vor Neureuther geführt. Der Franzose, der 2008 die Super-Kombi in Wengen gewonnen hatte, schied aber im Super-G nach überlegener Zwischenbestzeit aus.

Der Slalom war aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse durch Nebel und Schneefall als erster Teilbewerb Samstag früh ausgetragen worden.

Das Ergebnis

1.

Christof Innerhofer (ITA)

2:23,87


1:01,12

1:22,75

2.

Felix Neureuther (GER)

2:23,88

+0,01

59,92

1:23,96

3.

Thomas Mermillod Blondin (FRA)

2:24,20

+0,33

1:01,68

1:22,52

4.

Ted Ligety (USA)

2:24,37

+0,50

1:00,99

1:23,38

5.

Ivica Kostelic (CRO)

2:24,42

+0,55

1:00,25

1:24,17

6.

Ondrej Bank (CZE)

2:24,47

+0,60

1:00,69

1:23,78

7.

Björn Sieber (AUT)

2:24,52

+0,65

1:02,36

1:22,16

8.

Tim Jitloff (USA)

2:24,78

+0,91

1:00,93

1:23,85

9.

Manfred Mölgg (ITA)

2:24,87

+1,00

1:00,01

1:24,86

10.

Romed Baumann (AUT)

2:24,94

+1,07

1:01,80

1:23,14

11.

Alexis Pinturault (FRA)

2:25,19

+1,32

1:01,82

1:23,37

12.

Reto Schmidiger (SUI)

2:25,28

+1,41

1:01,76

1:23,52

13.

Lars Elton Myhre (NOR)

2:25,31

+1,44

1:01,56

1:23,75

14.

Philipp Schörghofer (AUT)

2:25,33

+1,46

1:02,26

1:23,07

15.

Natko Zrncic-Dim (CRO)

2:25,94

+2,07

1:00,47

1:25,47

16.

Marc Berthod (SUI)

2:26,08

+2,21

1:02,51

1:23,57

17.

Mathieu Faivre (FRA)

2:26,10

+2,23

1:02,58

1:23,52

18.

Kjetil Jansrud (NOR)

2:26,30

+2,43

1:02,35

1:23,95

19.

Miha Kuerner (SLO)

2:26,56

+2,69

1:01,99

1:24,57

20.

Marc Digruber (AUT)

2:26,69

+2,82

1:01,46

1:25,23

21.

Georgi Georgiew (BUL)

2:26,77

+2,90

1:01,72

1:25,05

22.

Matts Olsson (SWE)

2:27,48

+3,61

1:02,72

1:24,76

23.

Maxime Tissot (FRA)

2:27,62

+3,75

1:00,72

1:26,90

24.

Alexander Choroschilow (RUS)

2:27,78

+3,91

1:01,78

1:26,00

25.

Joachim Puchner (AUT)

2:28,09

+4,22

1:03,25

1:24,84

26.

Dominik Paris (ITA)

2:28,30

+4,43

1:02,80

1:25,50

27.

Matteo Marsaglia (ITA)

2:28,46

+4,

1:25,84

28.

Peter Fill (ITA)

2:28,81

+4,94

1:03,96

1:24,85

29.

Beat Feuz (SUI)

2:28,88

+5,01

1:04,06

1:24,82

30.

Frederic Berthold (AUT)

2:29,34

+5,47

1:02,84

1:26,50

Ausgeschieden im Slalom: Christoph Dreier (AUT), Matej Falat (SVK), Krystof Kryzl (CZE), Cristian Deville (ITA), Nolan Kasper (USA), Paolo Pangrazzi (ITA)
Ausgeschieden im Super-G: Manuel Wieser (AUT), Justin Murisier (SUI), Jean-Baptiste Grange (FRA)

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(Bild: KMM)



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