Völlig ahnungslos waren die beiden Mitarbeiterinnen des Nobel-Juweliers Schullin in der Kramergasse – bis sich zwei Kunden kurz vor 10 Uhr als bewaffnete Räuber zu erkennen gaben. "Überfall!", rief einer der beiden und bedrohte die Frauen mit einer Pistole. Er drängte sie in den hinteren Raum, nahm ihnen die Handys ab und riss das Kabel des Festnetztelefons aus der Dose. Unterdessen räumte sein Komplize Schmuckstücke und Uhren aus den Vitrinen und dem Tresor in eine Umhängetasche. Das wertvollste Stück der Beute: eine 10.000-Euro-Uhr.
Die Frauen (33 und 46) wurden in die Toilette geschoben, aber nicht eingesperrt. Nur wenige Minuten später war der Spuk vorbei. Eine Mitarbeiterin löste Alarm aus, die zweite rannte den Tätern nach. Oberst Christian Martinz, Polizei-Einsatzleiter: "Sie konnte aber nur erkennen, dass die Männer in Richtung Neuer Platz unterwegs waren."
Alarmfahndung blieb erfolglos
Bisher fehlt von den Tätern jede Spur. Dabei sollte der eine mit einer Größe von knapp zwei Metern auffallen. Beide machten einen gepflegten Eindruck. Der Größere trug eine Pelzhaube, einen hellen Mantel und eine graue Tasche mit Schlaufen. Sein Komplize ist 1,80 Meter groß, hat brünettes Haar. Er trug eine Sonnenbrille, einen dunklen Mantel und eine Mütze.
Die Angestellten glauben gehört zu haben, dass mit slawischem Akzent gesprochen wurde. Der genaue Wert der Beute steht noch aus. Nobel-Juwelier Hans Schullin: "Vor zehn Jahren hat ein Juwelendieb bei uns auf der Flucht einen Angestellten angegriffen."
von Serina Babka, "Kärntner Krone"









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