26.07.2021 18:00 |

8000 km durch die USA

Während Pandemie mit dem Fahrrad um die Welt

2019 war Edwin Schmidt (55) in Strebersdorf aufgebrochen - 53.000 Kilometer später tritt der Burgenländer weiter kräftig in die Pedale und erkundete zuletzt die USA.

Das wird ihm so schnell keiner nachmachen. Wie berichtet, war Edwin Schmidt vor drei Jahren auf einem mit den wichtigsten Dingen des Sportlerlebens beladenen, mehr als 70 Kilo schweren Fahrrad entlang der Seidenstraße nach China unterwegs. Die Tour ging weiter über Südostasien bis nach Australien.

Im Frühjahr 2020 saß der Techniker gleich mehrere Monate im neuseeländischen Corona-Lockdown auf der Südinsel am anderen Ende der Welt fest. „Meine Entscheidung, Neuseeland Richtung USA zu verlassen, kam zu einem Zeitpunkt, als für das Flugverbot nach Französisch Polynesien kein Ende in Sicht war. Mein Flugticket dorthin war somit wertlos geworden, ich musste eine andere Destination finden“, schildert Schmidt.

Per Zufall in die USA
Der Zufall führte ihn nach Amerika. „Der Lockdown in Kalifornien war gerade aufgehoben worden und zudem waren die USA eines der wenigen Länder, die sich von Neuseeland aus per Flieger erreichen ließen“, erzählt der 55-Jährige. Er nutzte die Gelegenheit. Im Juli 2020 landete schließlich die Maschine mit dem Burgenländer an Bord in Los Angeles.

„Zunächst war noch gar nicht klar, ob es möglich sein wird, mich frei zu bewegen. Dass Kalifornien bei meiner Ankunft bereits wieder im Lockdown war, machte die Sache noch komplizierter“, berichtet Schmidt: „Im Gegensatz zu Neuseeland blieb glücklicherweise wenigstens die individuelle Bewegungsfreiheit gewährleistet.“ So setzte der unermüdliche Radfahrer seine Tour munter fort.

Von L.A. trat er zuerst entlang der Pazifikküste nach Norden in die Pedale. „Mein Ziel war die Region der San-Francisco-Bay und die einzigartige Golden Gate Bridge. Dann änderte ich meinen Kurs und fuhr weiter durch das Californian Central Valley Richtung Osten, in den beeindruckend schönen Yosemite Nationalpark“, fasst der Extremsportler zusammen.

Später folgte die Überquerung der Sierra Nevada über den 3000 Meter hohen Tioga-Pass. „Das war wegen der grandiosen Bergwelt und der Naturschönheiten einer der spektakulärsten Abschnitte meiner Reise“, betont der Globetrotter. Nach 8000 Kilometern durch die USA mit vielen weiteren traumhaften Stationen hatte er Ende Oktober 2020 bei Brownsville in Texas die mexikanische Grenze erreicht.

Im sonnigen Süden
Nach dem Jahreswechsel in Acapulco an der Pazifikküste führte ihn seine Abenteuerlust bis zur Yucatan-Halbinsel und zur sonnigen Karibikküste. Vor knapp vier Monaten war Zentralamerika an der Reihe. Über Guatemala City ging es zu Maya-Ausgrabungen in Honduras. Jetzt überlegt Schmidt, ob er noch nach Südamerika radelt: „Wir werden sehen!“

Karl Grammer
Karl Grammer
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