Schütze am Dach

Schussattacken auf fahrende Autos in Klagenfurt

Kärnten
20.02.2011 05:31
Er feuerte fünf Mal auf einen vorbeifahrenden BMW, zwei Projektile trafen dann das Auto einer Nachbarin: Ein schießwütiger Klagenfurter hat mit seiner neuen CO2-Pistole wahllos das Feuer eröffnet und damit im Stadtteil Feschnig einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach der Schuss-Attacke ergriff der mutmaßliche Haupttäter die Flucht. Polizisten stellten einen Komplizen und sicherten die Tatwaffe.

Der Tatverdächtige hatte die Pistole, die ab 18 Jahren gekauft werden darf, sowie Gaspatronen und Munition – Kaliber 4,5 Millimeter – am Donnerstag vergangener Woche in einem Waffengeschäft in Klagenfurt erworben. Einen Tag später bezog er dann auf einem Dachboden in Feschnig Stellung.

Autos von Geschossen getroffen
Zuerst feuerte er auf einen BMW. Drei Kugeln trafen den Motorraum, zwei blieben in der Windschutzscheibe stecken. „Die Kugeln haben beinahe die Autoscheibe durchlöchert“, schildert ein Beamter des Postens Annabichl die gefährliche Attacke. Danach geriet das Auto einer Nachbarin ins Visier des Schützen, der seine Pistole wahllos auf vorbeifahrende Autos gerichtet haben dürfte. Obwohl sieben Geschosse ihre Ziele trafen, blieben die 47-Jährige und der 54-jährige BMW-Lenker zum Glück unverletzt.

Pistole in Lautsprecherbox versteckt
Als die Polizei kurze Zeit später am Tatort auf dem Dachboden eintraf, war der Schütze allerdings schon verschwunden. Auch von der Tatwaffe fehlte jede Spur. „Drei Mal mussten wir die Räume durchsuchen. Erst dann fanden wir die Pistole – versteckt im Gehäuse einer Lautsprecherbox“, erzählt der Polizeiermittler.

Ein Komplize (22) des mutmaßlichen Täters wurde angezeigt, der Hauptverdächtige wird noch befragt. Neben der Tatwaffe wurden auch 1.500 Schuss Munition sichergestellt.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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