Coup in Klagenfurt

Eigene Konferenz zur Jagd auf "Pink Panther"-Bande

Kärnten
18.02.2011 19:24
Diamanten, Juwelen, Uhren – die "Pink Panther"-Bande hat es auf Luxusbeute abgesehen. 200 Coups mit mehr als 300 Millionen Euro Schaden sollen weltweit auf das Konto der Kriminellen gehen – wie ein Coup bei einem Klagenfurter Juwelier. In Dubai widmet sich eine Konferenz der Bande.

Gefürchtet wie keine andere kriminelle Bande, treiben die "Pink Panther" seit Jahren ihr Unwesen. Erst am 8. Dezember des Vorjahres hatten ja vier Männer und eine Frau des Syndikates den Klagenfurter Juwelier Heller beraubt. Ende Jänner wurde ein Juwelier in Salzburg, kurz danach einer in Innsbruck heimgesucht. Dort konnten nach einer spektakulären Verfolgungsjagd drei verdächtige Serben gefasst werden. Doch diese schweigen eisern.

Die "Arbeits-Bilanz" der Verbrecherbande bisher: rund 200 Coups, Gesamtbeute im Wert von mehr als 300 Millionen (!) Euro. Während jüngst ein "Pink Panther" in Serbien verhaftet worden ist – er soll 2008 an einem Juwelierraub in Wien beteiligt gewesen sein – stecken gerade zwei heimische Experten des Bundeskriminalamts mit Kollegen aus 26 Ländern in Dubai die Köpfe zusammen, um dem Treiben der Bande endlich gemeinsam ein Ende zu setzen.

Helmut Greiner, Sprecher des Bundeskriminalamtes: "Bei der Konferenz in Dubai geht es darum, im Kampf gegen die Bande gemeinsame Strategien zu erarbeiten sowie Erfahrungen und Spuren auszutauschen."

von Klaus Loibnegger und Martin Radinger, Kronen Zeitung

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