Obwohl die Entscheidung so knapp für Frankreich ausfiel, war die Freude bei Anna Fenninger, Michaela Kirchgasser, Romed Baumann und Philipp Schörghofer groß. Dabei glaubte man für einige Augenblicke fälschlicherweise sogar, Gold in der Tasche zu haben. Von Raichs Verletzung wussten die Kollegen zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Hauchdünne Niederlage
Im Finale setzte sich zunächst Fenninger durch, ehe die Franzosen gegen Schörghofer ausglichen. Die Vorentscheidung fiel durch den hauchdünnen Sieg (+ 0,01 Sekunden) von Anemone Marmottan gegen Kirchgasser. Damit musste Baumann Thomas Fanara besiegen, was dem Tiroler auch gelang. Allerdings war Baumanns Zeit auf dem 415 Meter langen Kurs um 0,18 Sekunden zu langsam, und dadurch entschieden die besseren Einzelzeiten zugunsten der "Grande Nation".
"Es war trotzdem ein Wahnsinnsbewerb. Es war wirklich spannend, auch gleich am Anfang. Wir freuen uns genauso über Silber und sind stolz drauf", jubelte Fenninger über ihr zweites WM-Edelmetall. Baumann freute sich ebenso: "Silber ist auch nicht so schlecht. Es ist etwas ganz anderes als ein normales Rennen." Coach Matthias Berthold sah Platz zwei hingegen auch mit einem weinenden Auge: "Es ist ein bisserl schade, dass es so knapp war."
ÖSV-Team im Viertelfinale gesetzt
Österreichs Stars waren für das Viertelfinale fix qualifiziert, während sich Auftakt-Gegner Kroatien zuvor in der Vorrunde gegen Kanada durchsetzen musste. Dort stand die Mannschaft nach Niederlagen von Schild gegen Sofija Novoselic und Raich gegen Natko Zrncic-Dim bereits kurz vor dem blamablen Aus, Kirchgasser und Baumann holten aber mit Siegen gegen Tea Palic und Tin Siroki die Kastanien noch aus dem Feuer. Beim Stand von 2:2 war der Aufstieg nur durch die besseren Einzelzeiten möglich.
Riesenpech für Raich
Raich hat sich in seinem Lauf am linken Knie verletzt und musste im Spital untersucht werden. Dort gab es eine Hiobsbotschaft: Der Tiroler erlitt einen Kreuzbandriss und einen Knorpelabbruch (siehe auch Infobox). Auch Lebensgefährtin Schild trat danach nicht mehr an und wurde durch Fenninger ersetzt. Für Raich sprang Schörghofer ein.
"Es war für mich das erste Mal in so einem Teambewerb. Es ist ein bisserl ein Kick, nebeneinander zu fahren. Wir sind mit Silber auch zufrieden", sagte der Salzburger. Im Halbfinale gegen Italien setzte sich Schörghofer in seinem Duell ebenso durch wie Fenninger, Kirchgasser und Baumann. Mit 4:0 stieg das ÖSV-Team ins Finale gegen Frankreich auf.
Die Ergebnisse
Finale:
Frankreich* - Österreich 2:2
Kleines Finale:
Italien - Schweden 0:4
Halbfinale:
Österreich - Italien 4:0
Frankreich* - Schweden 2:2
Viertelfinale:
Österreich*- Kroatien 2:2
USA - Italien 1:3
Frankreich* - Deutschland 2:2
Schweden - Schweiz 0:4
Resultate der Vorrunde:
Kroatien - Kanada 3:2
Deutschland - Slowakei 4:0
Schweden - Tschechien 3:1
* = Sieg dank besserer Einzelzeiten
Der Modus des Teambewerbs
Seit 2010 wird der Teamwettbewerb im K.-o.-System ausgetragen, und zwar in Form eines Parallel-Riesenslaloms. Jedes Land darf maximal sechs Athleten - davon mindestens zwei Frauen und zwei Männer - nominieren. Eine Runde besteht aus vier Läufen, wobei abwechselnd zwei Frauen und zwei Männer gegeneinander antreten. Für jedes gewonnene Duell gibt es einen Punkt. Kommt es zu einem Punktegleichstand, gibt die schnellste Laufzeit den Ausschlag für den Sieg bzw. den Aufstieg in die nächste Runde.
Video-Quelle: ORF








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