9 Tage vor Jeff Bezos

Milliardär Branson erfolgreich ins All geflogen

Viral
11.07.2021 16:30

Der britische Unternehmer Richard Branson ist soeben in New Mexico mit seinem eigenen Raumschiff „VSS Unity“ in den Weltraum geflogen - aufgrund des bewölkten Himmels etwas später als geplant. Zuvor hatte ihn ein Trägerflugzeug auf 15 Kilometer Höhe gebracht, bevor sich die Rakete ausklinkte. Damit kam er seinem Konkurrenten und Milliardärs-Kollegen Jeff Bezos neun Tage zuvor. Das Ziel beider - und auch das von Tesla-Chef Elon Musk - ist es, ins Geschäft mit dem Weltraumtourismus einzusteigen.

Branson hob in der „VSS Unity“ mit fünf weiteren Astronauten im Schlepptau eines Trägerflugzeugs von dem kommerziellen Weltraumbahnhof Spaceport America im US-Staat New Mexico ab. Per Livestream (siehe oben) wurde der Start übertragen, dazwischen moderierte Komiker Stephen Colbert. In etwa 15 Kilometern Höhe klinkte das Mutterflugzeug das Raumschiff dann aus.

Sir Richard Branson bei seinem Flug in der „Unity“ (Bild: Virgin Galactic)
Sir Richard Branson bei seinem Flug in der „Unity“

Danach beschleunigte das Raumschiff mit eigenem Antrieb auf mehr als die dreifache Schallgeschwindigkeit und zog steil empor, erreichte nach etwa fünf Minuten eine Höhe von über 80 Kilometern, bevor es wieder Richtung Erde ging. Nach einem rund zehnminütigen Sinkflug setzte die „Unity“ sanft auf der Landebahn 34 in New Mexico auf. 

Weltall in 80 oder 100 KM Höhe?
Bezos hingegen will am 20. Juli mit seiner Rakete mehr als 100 Kilometer nach oben fliegen. International wird diese Marke als tatsächlicher Beginn des Weltraumes angenommen, die NASA hingegen gibt 80 Kilometer als Beginn des Alls an. „Blue Origin“ von Jeff Bezos wird daher auch tatsächlich eine Rakete sein, während Bransons „Unity“ mehr Raketen- und Segelflugzeug in einem ist.

„Mehr als Schlacht im Weltraum“
Ziel von Branson, aber auch von Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tesla-Chef Elon Musk, ist es, ins Geschäft mit dem Weltraumtourismus einzusteigen. Sie alle investieren riesige Privatvermögen in ihre Raumfahrtunternehmen.

Analyst Daniel Ives: „Das ist mehr als eine Schlacht im Weltraum. Da kommen auch ein paar Egos ins Spiel.“ Die Milliardäre selbst dementieren eine persönliche Rivalität. Bezos hatte Branson vor dem Start „einen erfolgreichen und sicheren Flug“ gewünscht. Musk kam am Sonntag als Gast zur Abflugzeremonie. Branson, der bereits Rekordfahrten mit Segelbooten und Heißluftballons unternommen hat, begann seine Tour am Sonntag mit Muskelkraft: Am Weltraumhafen traf er mit dem Fahrrad ein.

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