Traun kein Einzelfall

Erpressung mit Sexbildern boomt im Internet

„Die Dunkelziffer ist hoch, Opfer schämen sich“ - in OÖ gab’s im Vorjahr 142 Anzeigen wegen Erpressungen im Internet. Meist geht es um „Sextortion“ („Sex“ und „Extortion“ (Erpressung)), wie beim Trauner Ex-Stadtrat, bei dem jetzt Beweismittel gesichert wurden.

Auch beim früheren Trauner SP-Stadtrat zahlten nach Einvernahmen 90 Prozent der Opfer, die ihm - als er sich als 15-jähriges Mädchen ausgab - Sex-Bilder von sich geschickt hatten, damit diese nicht veröffentlicht werden. Erst ein 55-jähriger Gmundener brachte den Fall ins Rollen.

Profi-Banden am Werk
Diese Art der Erpressung ist kein Einzelfall. Allerdings fallen die meisten Opfer auf Profi-Banden herein, die in Chats weibliche Lockvögel engagieren oder durch Videos das Gegenüber vor der Webcam zum Ausziehen animieren - mit den Bildern die Erpressungen starten.

Opfer auch Täter
In der Trauner Affäre soll der Ex-Politiker auch anzügliche Bilder von jungen Mädchen verschickt haben - und das könnte auch für seine Opfer zum Problem werden. Falls diese Bilder Kinderpornos zeigen, sie von den Erpressten heruntergeladen und gespeichert wurden, haben auch sie sich strafbar gemacht.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Samstag, 31. Juli 2021
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