20.06.2021 09:07 |

Ausbruch an Schulen

Delta sorgt für steigende Corona-Zahlen in Israel

Israel vermeldet den stärksten Anstieg an Infektionsfällen mit dem Coronavirus seit Mai. Grund dafür dürfte die erstmals in Indien aufgetauchte Delta-Variante des Virus sein, die als deutlich ansteckender gilt. Israel verhängte nun in zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht in Schulen.

Erst vor kurzem hat Israel als globaler Impfvorreiter mit der Immunisierung von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren begonnen. Für die betroffenen Schüler jedoch zu spät: Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden in einer Schule in Binyamina 45 Personen positiv auf das Coronavirus getestet - auch in Modiin, einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem, trat rund ein Dutzend neuer Fälle auf.

Erneut Maskenpflicht verhängt
Nach Medienberichten wird an beiden Schulen ein Zusammenhang mit Rückkehrern aus dem Ausland sowie der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus vermutet. Die Behörden verhängten daher für die betroffenen Regionen erneut eine Maskenpflicht in Innenräumen sowie Außenbereichen. Eine solche war in Israel eigentlich erst vor fünf Tagen angesichts niedriger Infektionszahlen landesweit aufgehoben worden.

Die Zahl an Neuinfektionen und schweren Erkrankungen gingen in den vergangenen Monaten stark zurück. Schwer Erkrankte wurden überhaupt nur noch 22 gezählt - Ende Jänner hatte es noch rund 1200 schwerkranke Corona-Patienten in Israel gegeben. Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Fast 5,5 Millionen haben bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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