Frau verschwunden

Mordfall Michaela: Brand soll Spuren vernichtet haben

Kärnten
03.02.2011 07:59
Ein Kärntner Rotlicht-Boss wird, wie berichtet, verdächtigt, seine Ex-Freundin getötet und wenige Monate später einen Komplizen beauftragt zu haben, sein Haus abzufackeln. Jetzt wird gerätselt, ob das Feuer Spuren der Abgängigen vernichten sollte.

Die Beamten der Polizei sind bei den Ermittlungen gegen den Kärntner Unterweltler Sandro H. (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) einen entscheidenden Schritt weiter: Ein Komplize aus dem Rotlichtmilieu hat gestanden, im Haus des Villachers in dessen Auftrag Feuer gelegt zu haben.

Sollte der Brand Spuren der wenige Monate zuvor verschwundenen Michaela G. vernichten? Angenommen wird jedenfalls, dass H. geplant haben soll, mit den 320.000 Euro, die er von der Feuerversicherung bekam, ein neues Bordell in Klagenfurt zu errichten.

Schlinge zieht sich enger zusammen
Die Schlinge um H., der in Paraguay wegen des Verdachts des Raubmordes in U-Haft sitzt, zieht sich enger zusammen: Zu den zahlreichen ihm angelasteten Verbrechen kommt nun auch noch Versicherungsbetrug hinzu.

Die Ermittler wollen so lange nicht aufgeben, bis sie Michaela G. gefunden haben. „Die Suche nach möglichen Spuren wird im Frühjahr fortgesetzt“, kündigt Ermittlungsleiter Manfred Dörfler vom LKA an.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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