Für ärmere Länder

G7 wollen Milliarden für Klimaschutz zusagen

Ausland
13.06.2021 10:38

Die führenden westlichen Wirtschaftsmächte wollen nach Angaben Londons künftig jährlich 100 Milliarden US-Dollar (rund 82,5 Milliarden Euro) für die Finanzierung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern aufbringen. Eine entsprechende Zusage werde es zum Abschluss des G7-Gipfels in der englischen Grafschaft Cornwall geben, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Sonntag mit. Im Vorfeld hatten Klimaschützer gefordert, diese schon früher versprochenen Milliarden für den Klimaschutz auch wirklich zur Verfügung zu stellen.

Bisher erreichen die Klimahilfen für ärmere Länder laut der Entwicklungsorganisation Oxfam nur 39 Milliarden US-Dollar. Oxfam kritisierte auch die Zielsetzung der G7-Staaten zur Senkung des CO2-Ausstoßes als unzureichend. Laut britischer Regierung hätten bei der Konferenz erstmals alle sieben Teilnehmerländer ein Bekenntnis zur Klimaneutralität spätestens bis 2050 abgelegt. Zudem sei eine Zusage zu einer knappen Halbierung der Treibhausgasausstöße bis 2030 im Vergleich zu 2010 zu erwarten.

Die Staats- und Regierungschefs der G7 (Kanada, USA, japan, Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland) zusammen mit den EU-Spitzen am Strand von Carbis Bay in Cornwall. (Bild: AP)
Die Staats- und Regierungschefs der G7 (Kanada, USA, japan, Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland) zusammen mit den EU-Spitzen am Strand von Carbis Bay in Cornwall.

Damit sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz in Glasgow im November erreicht worden. Zu den anvisierten Maßnahmen gehörten unter anderem der Ausstieg aus der Kohlekraft zum frühestmöglichen Zeitpunkt, ein Ende fast aller direkten staatlichen Förderung für fossilen Energieträger im Ausland und das schrittweise Aus für Autos mit Verbrennermotor.

„Mehr und schneller reduzieren“
Oxfam zufolge könnten die Pariser Klimaziele könnten damit zwar erreicht werden, doch müssten die G7-Staaten „angesichts ihrer hohen Verantwortung für das Verursachen der Klimakrise und ihres im Weltmaßstab sensationellen Wohlstands deutlich mehr und schneller reduzieren“, sagte Jörn Kalinski von Oxfam. So hätten ärmere Länder mehr Spielraum beim Umstieg auf klimafreundliche Energieträger.

Die steigende Flut erreicht die Köpfe der G7-Staatenlenker, die Aktivisten am Strand von Cornwall in den Sand gezeichnet haben. (Bild: AP)
Die steigende Flut erreicht die Köpfe der G7-Staatenlenker, die Aktivisten am Strand von Cornwall in den Sand gezeichnet haben.

Angesichts der bereits voranschreitenden Erderhitzung, die mehr Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen zur Folge hat, demonstrierten Klimaschützer am Rande des G7-Gipfels für eine bessere Klimaschutzpolitik (siehe Video oben).

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