Die am Montag vorgestellten PISA-Ergebnisse für Vorarlberg unterschieden sich nicht signifikant vom Österreich-Durchschnitt, fielen aber sogar noch leicht schlechter aus. Am größten erwies sich die Differenz beim Lesen (Vorarlberg: 465 Punkte; Österreich: 470; OECD-Schnitt: 493), in dem Österreich bei der bisher letzten PISA-Testung nur noch Rang 31 von 34 OECD-Staaten erreichte.
Frühpädagogik ausbauen
Sausgruber selbst hatte sich nach eigenen Angaben ein Abschneiden "etwa im Österreich-Schnitt" erwartet. Das in hohem Maß "ernüchternde und nicht erfreuliche Ergebnis" sei Anlass, sich weiter verstärkt auf die Frühpädagogik zu konzentrieren. Der Kern der Problematik betreffe das frühe Lesen, man werde die diesbezüglichen Anstrengungen für Familien, im Kindergarten und in der Volksschule ausbauen. Ideen dazu, wie Lesen wieder zum Volkssport für die heranwachsende Jugend werden könne, werde man in naher Zukunft präsentieren, so der Landeshauptmann.
Eine Änderung der Vorarlberger Bildungspolitik aus Anlass des PISA-Ergebnisses sei nicht notwendig, da die Grundkonzeption richtig sei. Diese sehe bereits eine Fokussierung auf die Frühpädagogik vor, die nun noch verstärkt werde. Der Chef des für die Testdurchführung zuständigen Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), Günter Haider, hatte die Bemühungen Vorarlbergs am Montag als "richtig platziert" bezeichnet.
Offen für Diskussionen
Sausgruber zeigte sich froh darüber, dass mittlerweile auch auf Bundesebene nicht mehr nur Organisations- und Kompetenzfragen im Vordergrund stünden, sondern man sich auch mit den Grundproblemen befasse. Dabei nannte er unter anderem auch die Themen Dienstrecht und Ausbildung. Für eine Diskussion bezüglich einer Gesamtschule zeigte sich Sausgruber offen.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.