30.05.2021 07:33 |

Die Energie-Bringer

Stars fordern ÖFB-Koch: „Ich brauche deine Hilfe!“

Sie sind die Energie-Bringer für David Alaba und Co: Seit 2012 verwöhnen die Brüder Grampelhuber aus Bad Goisern die ÖFB-Stars. Und: Der Haubenkoch hilft auch bei privaten Notfällen am Herd aus!

„Fritz, ich brauche deine Hilfe - wie brät man einen Lachs? Ich muss für meine Familie kochen.“ Mit solchen Anrufen der Teamspieler muss Fritz Grampelhuber rechnen. „Auch am 24. Dezember. Oft schicken sie mir auch Videos mit Fragen“, lacht der Haubenkoch, der längst mit Hinteregger, Posch und Co. befreundet ist.

Das hat sich entwickelt. Denn seit 2012 ist der Chef vom Steegwirt am Hallstätter See mit Bruder Tamino für das leibliche Wohl der ÖFB-Stars verantwortlich. Natürlich auch jetzt bei der EURO. So stand er auch am Donnerstag am Hannersberg am Griller, wendete - wobei auch einige Spieler zur Zange griffen - Steaks und Würstel. Dazu gab´s Bratkartoffel. Es war die Ausnahme, nämlich der Mannschaftsabend der Foda-Truppe zum Auftakt des ersten EURO-Camps. Ansonsten ist auch die Kulinarik längst eine Wissenschaft. „Nur heimische Produkte, beste Qualität - wir achten sehr auf die Ausgewogenheit“, erzählt Grampelhuber.

Ein gesundes Schlaraffenland
Dessen Job sich in den letzten fünf Jahren massiv geändert hat: „Die Spieler kommen selbst mit Ideen, wie sie was zubereitet haben wollen, sie sind ja international unterwegs.“ Vegan. Glutenfrei. Zuckerfrei. Da ist alles dabei. „Wir suchen einen Mittelweg aus besonders gesund und gschmackig.“ Das zeigt der Blick aufs Buffet in Bad Tatzmannsdorf.

Ein gesundes Schlaraffenland. Von Ei-Variationen, Wurst- und Käse- Auswahl über Porridge und Joghurts bis hin zu natürlichen Säften in der Früh. Zu Mittag gibt´s vor dem Training leichte Kost, etwa Huhn, Reis, unzählige Salate und Suppen. Nur am Abend darf es etwas deftiger sein. Und Energie-Bringer wie Avokados und Manukahonig dürfen auch nie fehlen. So wie Chia-Pudding und natürlich Kaffee. Die Koffein-Bomben brauchen einige rund um die Uhr.

Komplizierter wird es im Ausland, also in Bukarest und Amsterdam. „Wir sind schon drei Wochen vor den Spielen mit den Küchenchefs im Hotel in Kontakt“, erzählt Fritz, der unter Flugangst leidet. So reist immer Tamino mit. Also eigentlich vor, um die Auswahl der Nahrungsmittel zu überprüfen, bevor Baumgartlinger und Co. eintreffen. So wird es auch bei der EURO sein. Da wird nichts dem Zufall überlassen…

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

Rainer Bortenschlager
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