28.05.2021 15:59 |

Tierschützer entsetzt

Fiakerpferd stirbt nach Aortariss am Heldenplatz

Tragischer Vorfall am Freitag auf dem Wiener Heldenplatz: Das 14-jährige Fiakerpferd „Nelson“ sackte beim Losfahren der Kutsche plötzlich zusammen. Die eiligst zu Hilfe gerufene Tierärztin konnte nichts mehr tun: Das Tier hatte offenbar einen Aortariss.

„Es ist sehr traurig. ,Nelson‘ war ein überaus robuster, kräftiger Lipizzaner im besten Alter, ein wunderschönes Tier“, erklärt Christian Gerzabek von der Initiative Pro Fiakerkultur, der selbst öfters auf dem Kutschbock sitzt. Anzeichen für eine Vorerkrankung des Schimmels habe es keine gegeben.

Allerdings war es am Freitag in der City laut und turbulent: eine Demo, Blaulicht und Sirenen. Ob das Pferd dadurch erschreckt worden ist? Artgenossen im Fiakerdienst können 30 Jahre alt werden. Zur Branche: Dieser fehlen immer noch die Touristen. Einnahmen sind rar. Finanzielle Hilfen von Stadt oder Bund gibt es laut Gerzabek keine mehr.

Tierschützer fordern „lückenlose Aufklärung“
„Unglaublich betroffen“ zeigte sich Georg Prinz, Fiaker-Kampagnenleiter bei der Tierschutzorganisation Verein gegen Tierfabriken. Er forderte eine „lückenlose und transparente Aufklärung des Falles“. Der VGT fordert schon seit Langem ein Verbot von Fiaker-Kutschen in der Stadt sowie strengere Auflagen für Fiaker.

Alexander Schönherr
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