27.05.2021 11:46 |

Gipfel am Freitag

Öffnungen: Wohl weniger Maske, spätere Sperrstunde

Nach den Lockerungen ist vor den Lockerungen: Schon mit 10. Juni hat die Regierung weitere Corona-Lockerungen avisiert, das Datum hatte zwischenzeitlich für einen Koalitionskrach gesorgt. Am Freitagvormittag finden nun im Kanzleramt Beratungen mit den Landeshauptleuten und dem Gemeindebund statt. Es ist damit zu rechnen, dass die Sperrstunde in der Gastronomie weiter in die Nacht rückt und die Maskenpflicht im Freien, etwa im Fußballstadion, fällt. Geredet wird auch über Hochzeiten und das Vereinsleben.

Um 9 Uhr starten am Freitag die Gespräche zwischen der Bundesregierung, den Landeshauptleuten und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl im Bundeskanzleramt. Von Regierungsseite sind Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (beide Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) dabei. Danach soll es gegen Mittag eine Pressekonferenz geben, wo die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert wird.

Zwar hatte es zuletzt einen medial ausgetragenen Koalitionskrach in Sachen Öffnungen gegeben - letztlich stellte sich allerdings heraus, dass man sich inhaltlich ohnehin ziemlich einig ist. Zu erwarten ist demnach nach den Ankündigungen der vergangenen Tage, dass es vor allem in der Gastronomie zu Lockerungen kommt. So dürfte der Zwei-Meter-Abstand zwischen Besuchergruppen auf einen Meter verkleinert werden, außerdem soll die Anzahl der Personen, die an einem Tisch sitzen dürfen, erhöht werden.

Sperrstunde wird wohl von 22 Uhr auf Mitternacht verlegt
Die Sperrstunde würde Gesundheitsminister Mückstein gern von 22 Uhr auf Mitternacht verlegen. Das dürfte angesichts der nahenden Fußball-EM auch Freunde des Public Viewings besonders freuen. Für eine Sperrstunde um 0 Uhr hatte sich zuletzt auch SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner ausgesprochen. Kanzler Kurz sieht nach den zustimmenden Äußerungen von Rendi-Wagner nun einen breiten Konsens für weitere Öffnungsschritte im Juni. Es sei ein „starkes Signal“, wenn die Politik im breiten Konsens weitere Lockerungen befürworte, so der VP-Chef am Mittwoch in einer Aussendung.

Ziemlich fix scheint auch, dass man bei Veranstaltungen im Freien bald keine Maske mehr tragen muss. Bleiben dürfte die FFP2-Maskenpflicht noch in den Schulen oder etwa im Handel, wobei in den nächsten Wochen diskutiert werden soll, wieder zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz zurückzukehren.

Änderungen auch bei Hochzeiten
Thema der Gespräche sind auch Hochzeiten, aus den Ländern wurden zuletzt auch Wünsche nach einer Abschaffung des Einreiseformulars auf dem Landweg und einer Verkleinerung der Quadratmeter-Regel im Vereinsleben deponiert.

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