25 Nebenwohnsitze

Nach Corona-Hochzeit zeigt Paar kein Schuldgefühl

Im Recht glaubte sich ein Brautpaar, das am Freitag mit 40 Freunden daheim in Sandl eine Hochzeit feierte. Das führte zu einem Polizeieinsatz mit Hunden, die Gesellschaft durfte aber bleiben. 25 Teilnehmer hatten für die Feier eigens Zweitwohnsitze in Sandl angemeldet.

Am Freitag wurde die Polizei kurz vor 18 Uhr zu einer Corona-Party in Sandl gerufen, da in der Nähe eines Hauses 40 Pkw stehen sollten. Die Beamten nahmen mit dem Hausbesitzer (43) und seiner Gattin (40) Kontakt auf. Angeblich zeigten sich diese nicht kooperativ - doch das bestreitet das Brautpaar. Weitere Streifen fuhren hin. Die zuständige Gesundheitsbehörde, also die BH Freistadt, ordnete nach Kontaktaufnahme an, die „Corona-Hochzeit“ nicht aufzulösen, sondern lediglich die Teilnehmer anzuzeigen.40 Erwachsene und einige Kinder waren bei der Hochzeitsfeier anwesend.

Alle waren getestet
Das Brautpaar Jürgen und Elisabeth P. fühlt sich nach wie vor im Recht: „Wir haben alles getan, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Alle mussten sich vorher testen lassen, wir haben drei Sicherheitsbeauftragte gehabt und einen Caterer, der draußen ein Spanferkel gegrillt hat. Unser Trauzeuge hat leider akuten Krebs, wir wollten und konnten daher nicht länger zuwarten.“

Regelung soll kein Schlupfloch sein
BH-Chefin Andrea Außerweger: „Wir werden uns das genau anschauen. Die Zweitwohnsitzregelung ist nicht als Schlupfloch gedacht.“

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Mittwoch, 23. Juni 2021
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