07.05.2021 17:02 |

Nach Festnahme

Terror in Wien: Unbekannte „entsorgten“ Handy

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Terror-Anschlag in Wien vom 2. November, bei dem vier Menschen erschossen und über 20 weitere verletzt wurden, soll der Verbleib eines Handys eines möglichen Mittäters bzw. Mitwissers den Ermittlern offenbar Rätsel aufgeben.

Demnach wurde bei dem wenige Stunden nach dem Anschlag Festgenommenen zunächst ein Handy sichergestellt. Nachdem der Verdächtige zur Polizei gebracht worden war, stellte sich in weiterer Folge über seine Mail-Adresse und Geodaten heraus, dass er ein zweites Handy besaß. Dieses Gerät blieb allerdings unauffindbar, wie der Sender Puls 24 berichtete.

„Auf bisher unbekannte Weise entsorgt“
Es ließ sich lediglich rekonstruieren, dass das Gerät noch bis zum 4. November in der Nähe der Wohnung eines weiteren Verdächtigen eingeloggt war. Dann verliert sich seine Spur, was insofern relevant ist, als die Auswertung der Handydaten von Interesse wäre. Laut dem TV-Sender, der aus dem Ermittlungsakt zitiert, vermuten die Kriminalisten, das Handy sei von Unbekannten nach der Festnahme des Besitzers „auf bisher unbekannte Weise entsorgt worden“.

Zitat Icon

Das Handy ist auf bisher unbekannte Weise entsorgt worden.

Aus dem Ermittlungakt

Einigung auf Anti-Terror-Paket
Die Regierung hat sich auf das als Reaktion auf den Anschlag in der Wiener Innenstadt konzipierte Anti-Terror-Paket verständigt. Es wird - wie erwartet - einen eigenen Straftatbestand für religiös motivierten Extremismus geben. Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, einschlägig verurteilte Täter während der Bewährung per Fußfessel zu überwachen.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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