20-Kilometer-Marsch

Ausreißer-Bub (9) geht es wieder gut

Nach dem 20-Kilometer-Marsch eines Neunjährigen, der am Montag aus einer betreuten Wohngruppe in Stadl-Paura ausgerissen war, weil er Sehnsucht nach seinem Papa hatte, prüft die Kinder- und Jugendhilfe des Landes den Vorfall. „Bei besonderen Vorkommnissen wie diesem ist das normal“, sagt Reinhold Rampler.

Der Bub war während des Schulaufgaben-Machens am Montag heimlich in Haussandalen (Crocs) losmarschiert. Nach 20 Kilometern wurde er in Gallspach vom Vater aufgegriffen und zurück nach Stadl-Paura gebracht. In seiner Wohngruppe ist man nun bemüht, den Vorfall in Ruhe aufzuarbeiten - am Mittwoch fand dazu eine Supervision statt.

Frust nach Schulbesuch
Bei dem Buben dürfte sich als Folge eines Konflikts in der Schule bereits derart viel Frust aufgebaut haben, dass er, als sich eine Betreuerin der Wohngruppe kurz mit einem anderen Kind beschäftigt hatte, einfach ausgebüxt war.

Kein Fehlverhalten
„Wir versuchen nun, ihm für die Zukunft andere Frustabbau-Strategien aufzuzeigen“, sagt Peter Heidlmair, Geschäftsführer der Betreuungseinrichtung. Reinhold Rampler, Stellvertretender Leiter der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich, ortet bei der Betreuung des Buben vorerst kein Fehlverhalten.

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Die Stellungnahme der Wohngruppe zu diesem Vorfall liegt vor. Die Betreuer haben nach dem Verschwinden des Buben offenbar rasch und richtig reagiert.

Reinhold Rampler, Abteilung Kinder- und Jugendhilfe des Landes OÖ

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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