Stimmung angespannt

Die Zündschnur im MAN-Werk in Steyr wird kürzer

Ab 17. Mai wird die Produktion gedrosselt, 112 Zeitarbeiter mussten schon gehen - vor den heutigen Sozialplan-Verhandlungen ist die Stimmung im MAN-Werk in Steyr, das bis Ende 2022 geschlossen werden soll, angespannt. Die Zündschnur wird kürzer: Zwischen den Betriebsräten soll es am Montag laut geworden sein.

Mehr als drei Stunden dauerte der Gipfel am Montag bei PRO-GE-Gewerkschaftschef Rainer Wimmer in Wien, bei der neben den MAN-Steyr-Betriebsräten Thomas Kutsam und Helmut Emler auch Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl dabei war. „Ich hoffe nach wie vor auf ein aufeinander zugehen“, stellte Hackl hinterher fest. Heute gehen Kutsam und Emler mit den Anwälten von MAN in weitere Sozialplan-Verhandlungen.

Die Fronten sind verhärtet. Auch zwischen den Belegschaftsvertretern soll es am Montag laut geworden sein. Grund: fehlende Perspektiven und Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Weg.

Ungewissheit wird größer
Hinter vorgehaltener Hand lässt der Lkw-Hersteller wissen, dass der Vorstand keinesfalls mehr gesprächsbereit mit Vertretern aus Steyr ist, da eine Fortführung des Standorts nicht in Frage kommt. Seitens der Belegschaft ist man der Meinung, dass es einen Sozialplan geben muss, der dasselbe Niveau wie jener in den deutschen MAN-Werken hat. Dass es nach der Schließung in anderer Form nahtlos am Standort Steyr weitergeht, wird immer unrealistischer.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Donnerstag, 06. Mai 2021
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