25.04.2021 17:27 |

Maßnahmen verschärft

Die Corona-Zahlen im Westen steigen stark an

2025 Neuinfektionen gab es bundesweit am Sonntag. Im Westen steigen die Zahlen, die ansteckendere Fluchtmutante aus Tirol bereitet weiter große Sorgen. In Teilen Vorarlbergs werden nun auch die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft.

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Über 1800 Fälle mit der Fluchtmutante - also einer Weiterentwicklung der britischen Variante - wurden in Tirol bisher nachgewiesen. Das dürfte auch mit ein Grund sein, warum die Neuinfektionen steigen. Jüngst gab es zwar einen leichten Rückgang, aber insgesamt liegt die Inzidenz bei 206 und damit nach Wien (214) und Vorarlberg (240) bundesweit an dritter Stelle.

Verschärfungen im Bregenzerwald und in Lustenau
Dies hat im „Ländle“ zur Folge, dass die Corona-Maßnahmen im Bregenzerwald und in Lustenau ab Dienstag verschärft werden. 316 Menschen galten am Sonntag im Bregenzerwald, wo seit Mittwoch eine Ausreisetestpflicht gilt, als infiziert, 64 von ihnen waren unter 18 Jahre alt. Seit vergangenen Dienstag wurden dort rund 18.600 Tests durchgeführt, 60 brachten ein positives Ergebnis. In Lustenau waren 145 Menschen Corona-positiv - in der vergangenen Woche kamen 80 Neuinfektionen hinzu.

An bestimmten öffentlichen Orten soll eine Test- und Maskenpflicht eingeführt werden, wie Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) am Sonntagabend mitteilte. Außerdem wird die Oberstufe auf Distance Learning umgestellt, die Ausreisetestpflicht im Bregenzerwald wird verlängert. Die verschärften Maßnahmen sollen „gezielt“ und auf die „Situation in den jeweiligen Gemeinden abgestellt“ sein, sagte Rüscher und ergänzte: „Die Details dazu werden morgen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern fixiert, die entsprechende Verordnung wird am Dienstag in Kraft treten.“ 

Fallzahlen seit den Öffnungen vervierfacht
In der Modellregion Vorarlberg haben sich die Fallzahlen seit den Öffnungen vervierfacht. Ursächlich dürften die vermehrten Tests, die verspätete Ankunft der britischen Variante und die Lockerungen sein. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) will dennoch daran festhalten - aber nur bis eine kritische Grenze in den Spitälern erreicht ist.

Bergthaler: „Man muss auf die Fluchtmutanten reagieren“
Virologen sehen das, wie den Öffnungsplan im Mai, skeptisch. Die Hoffnung alleine löse keine Probleme - vor allem im Hinblick auf den Herbst. „Die Impfungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Da können wir optimistisch sein“, erklärt Virologe Andreas Bergthaler, „aber diesen Erfolg dürfen wir nicht verspielen.“ Denn Fluchtmutanten werden immer wieder auftreten, das sei normal - „aber man muss darauf reagieren“.

Ansonsten gehe man das Risiko ein, dass sie sich verbreiten, die Zahlen spätestens im Herbst massiv steigen und die Impfungen dann nicht mehr so gut wirken. Bergthaler, wie viele andere Experten, plädiert deshalb dafür, rasch und regional zu reagieren. Denn dass die Maßnahmen wirken, sehe man unter anderem an den Effekten des Ost-Lockdowns.

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