Kolumne: Fußball-Umzug

Debakel im TV: So was will man sich nicht antun!

ServusTV landete dieser Tage den nächsten ganz großen Sport-Coup. Nach den Übertragungsrechten für einen Teil der Formel-1-Saison 2021, die dem Privatsender gleich beim Auftakt am letzten Wochenende in Bahrain absolute Rekordquoten bescherte, sicherte er sich auch jene für die EUROS 2024 und 2028 samt einigen Qualifikationsspielen. Aber Spiele wie das 0:4 am Mittwoch? Das will man sich nicht mehr antun. Eine Kolumne von Krone-Sportchef Peter Frauneder.

Für den Staatsfunk, der schon Bundesliga, Europacup und so weiter verloren hatte, die nächste schmerzhafte „Gurke“, um dem Anlass gemäß in der Fußballer-Sprache zu bleiben.

Denn dass dieser Sport enormes Interesse auslöst, beweisen alleine die Einschaltziffern vom Mittwoch. Durchschnittlich 800.000 sahen über die gesamte Spielzeit beim Duell mit Dänemark in der WM-Qualifikation zu. Obwohl das zumindest in der katastrophalen, erschütternden und fast an Arbeitsverweigerung erinnernden zweiten Halbzeit eine echte Qual war. Oder wie es Freund Felix Szauer, ein erfolgreicher Bauunternehmer, formulierte: „Ich habe am Anfang ,Geschäft mit der Liebe‘ auf ATV gesehen, danach dieses Match - das eine war peinlich lustig, das andere nur peinlich!“ Worte, die man nur unterstreichen kann. Wobei peinlich fast noch untertrieben ist für die desolate, selbstzerstörerische Vorstellung der Truppe von Franco Foda.

In diesem Zusammenhang muss man dem eingangs erwähnten Privatsender vor allem eines wünschen: Dass nämlich all die Bemühungen belohnt werden und derart blamable Spiele wie das 0:4-Debakel bei den künftigen Übertragungen nicht mehr vorkommen. Denn so was will man einfach nicht sehen!

So was will sich kein Mensch antun!

Nicht im „Gebühren-Monster“ ORF. Ja, nicht einmal völlig gratis auf Sendern wie eben ServusTV.

Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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