Bregenz Mitte

Ein „Masterplan“ für Bregenzer Stadtentwicklung

Vorarlberg
30.03.2021 11:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Neue Strukturen und sieben Köpfe für die teils neuen Abteilungen der Landeshauptstadt präsentierte Bürgermeister Michael Ritsch. Mit Andrea Krupski von Mansberg zauberte er eine Koryphäe aus dem Hut, die sich vor allem um die Stadtentwicklung kümmern soll.

Die Hoffnungen in Sachen Stadtentwicklung rundum den Bahnhof ruhen nun nicht mehr nur auf der Arbeitsgruppe „Bregenz Mitte“, sondern auch auf Andrea Krupski von Mansberg. Die 53-jährige Architektin und Stadtplanerin hat einiges vorzuweisen, war sie doch unter anderem als Gastprofessorin in China tätig oder hatte die Entwicklung der Hamburger Hafencity mitgestaltet. Michael Ritsch streute der Neuerwerbung, die ab 17. Mai ihr Amt antritt, bereits jetzt schon Rosen und gab unumwunden zu: „Ich dachte zuerst, dass es sich um eine Scherzbewerbung handelt, wenn sich jemand aus einer Zwei-Millionen-Stadt in die zwar schöne, aber nur 30.000 Einwohner große Landeshauptstadt bewirbt.“

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Ich dachte zuerst, dass es sich um eine Scherzbewerbung handelt, wenn sich jemand aus einer Zwei-Millionen-Stadt in die zwar schöne, aber nur 30.000 Einwohner große Landeshauptstadt bewirbt

Bürgermeister Ritsch

Kümmern soll sich die Koryphäe im neuen Königsressort um einen Masterplan für die Bregenzer Mitte, sprich, Seestadt- und Bahnhofsareal. Bis zum Sommer werden erste Ergebnisse dringend benötigt, die Zeit drängt, da der Bahnhofsumbau eigentlich schon beschlossene Sache ist.

Das Rathaus wird zum Mittelpunkt der Bürger
Bürgermeister Ritsch und sein designierte Stadtamtsdirektor Florian Bachmayr-Heyda präsentierten zudem die Neuausrichtung innerhalb der Verwaltung. Unter dem Stadtamtsdirektor wird es künftig sieben statt bisher fünf Abteilungen geben. Fünf Frauen werden diesen Abteilungen vorstehen - ein absolutes Novum in der Geschichte der Stadt. Service soll das neue Schlagwort heißen. „Die Stadtverwaltung soll Bürger servicieren, nicht als bürokratisches Amt wahrgenommen werden“, tat Bachmayr-Heyda kund. Dementsprechend soll das Rathaus, insbesondere das Erdgeschoss, zur modernen Anlaufstelle umgestaltet werden. „Das Rathaus wird Mittelpunkt der Bürger, die Rathausstraße zum Prachtboulevard.“

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