Der Kreuzweg des Bundesheeres in Donnerskirchen ist Tradition. Auch heuer wollte man ihn nicht ganz absagen.
Normalerweise ist es eine lange Schlange an Assistenzsoldaten, die sich die steile Steintreppe zur Bergkirche hinaufbewegt, um gemeinsam mit Gläubigen den Kreuzweg Christi zu betrachten. Angeleitet wird dieser Zug Jahr für Jahr von der Militärmusik Burgenland. Doch heuer ist alles anders. 2021 gibt es zwar die kirchliche Veranstaltung mit Militärpfarrer Alexander Wessely an der Spitze, allerdings nur mit einem ganz kleinen Tross, der ihn begleitet.
Zumindest physisch sind es nur eine Handvoll von Musikern und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates sowie Pfarrer Roman Schwarz, die zur kleinen Pfarrkirche pilgern und dabei den Kreuzweg beten. „Wir wollten die Tradition nicht einfach abkommen lassen“, erzählt Pfarrer Alexander Wessely, deshalb habe man sich darauf verständigt, den Kreuzweg zu gehen und für die daheimgebliebenen Soldaten per Livestream zu übertragen. „Der Technik sei Dank ist das möglich“, so Wessely.
Martinsbier für Soldaten
Noch ein weiteres Novum gibt es beim diesjährigen Kreuzweg. Im Rahmen dessen wird das „Martinsbier“, das die Militärpfarre in Gedenken an 100 Jahre Burgenland gemeinsam mit Golser Bier kreiert hat, an die Pfarrgemeinderäte und die anwesenden Soldaten ausgegeben.
4000 Flaschen werden in der nächsten Zeit an die Soldaten und die Mitarbeiter des Bundesheeres verteilt. „Der Geburtstag des Burgenlandes kommt heuer leider zu kurz, wir versuchen ihm zumindest mit unserem Martinsbier zu gedenken“, erklärt Wessely. Denn ein guter Schluck nach dem Dienst ist nicht zu verachten. „Noch ist Fastenzeit, aber Ostern kommt bestimmt“, schmunzelt der Militärpfarrer.
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