10.03.2021 09:56 |

„Tür zugeknallt“

Meghan und Kate: Was geschah wirklich im Palast?

„Obwohl sich die Erinnerungen an Vorfälle teilweise unterscheiden, werden die Vorwürfe ernst genommen und von der Familie privat aufgearbeitet“, teilte die Queen nach dem Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry mit US-Talkstar Oprah Winfrey mit, in dem sie zum Teil schwere Vorwürfe gegen das Königshaus erheben. Das Drama, das sich zwischen den Nachbarinnen Kate und Meghan in der Woche vor der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Kensington-Palast abgespielt hat, wird vermutlich auch privat aufgearbeitet. Insider wollen aber bereits mehr wissen und berichten von zugeknallten Türen. 

Da die aufgeregte Braut, die vor Gott und der ganzen Welt einen Prinzen heiratet und damit zu einer der bekanntesten Frauen überhaupt wird, dort die übernächtigte Mutter eines nicht einmal ganz einen Monat alten Säuglings, die eine Dreijährige in ein steifes Kleidchen, das nicht passt, zwängen und aus Strumpfhosen kletzeln muss. Dass da die Emotionen hochgehen und Tränen fließen können, ist mehr als nachvollziehbar.

In dem Interview mit Oprah Winfrey erzählte Herzogin Meghan, wie schlimm es für sie war, dass niemand im Königshaus Berichte klargestellt habe, dass nicht sie ihre künftige Schwägerin Herzogin Kate bei einer Anprobe des Blumenmädchenkleides von Prinzessin Charlotte zum Weinen gebracht habe, sondern dass es genau umgekehrt gewesen sei. Tatsächlich habe sich Kate „über etwas aufgeregt“, sich später aber mit Blumen bei ihr entschuldigt.

Drama im Kensington-Palast
Was genau passiert ist und ob nicht auch Kate (möglicherweise nicht gerade vor Meghan) geweint haben könnte, ist dem Interview nicht zu entnehmen. Vorgefallen sein dürfte aber einiges, was beide Damen sehr aufgebracht hat.

Ursprünglich hieß es, man habe sich in der Woche vor der Hochzeit nicht einigen können, ob die Blumenmädchen Strumpfhosen tragen sollen, so die Fama des Streits. Kate hätte Charlotte lieber in Strumpfhosen gesehen, weil sie das für angebracht hielt. Meghan fand ihre Blumenmädchen aber ohne schöner. Darüber lässt sich vermutlich diskutieren.

Das größere Problem war aber, wie der „Telegraph“ jetzt enthüllt, dass das Kleid von Charlotte nicht gepasst habe und eine weitere Anprobe nötig geworden sei. Die Herzogin von Cambridge, die im Kensington-Palast nebenan gewohnt hat, soll von Herzogin Meghan einen Termin zugeteilt bekommen haben, der der dreifachen Mutter, die sich zu diesem Zeitpunkt um den nur wenige Wochen alten Louis kümmern musste, aber nicht zusagte.

„Tür vor der Nase zugeknallt“
Offenbar war Kate aber darum bemüht, die Wogen zu glätten. Sie soll der „Times“ zufolge am nächsten Tag bei Meghan mit einem Blumenstrauß im Nottingham Cottage angeklopft haben. Der „Times“ zufolge soll Meghan die Blumen aber nicht angenommen, sondern Kate die Tür vor der Nase zugeschlagen haben. Gegenüber Winfrey hatte Meghan erklärt, Kate hätte sich „über etwas aufgeregt“, dann aber den Anstand besessen, sich mit Blumen zu entschuldigen, und sie habe ihr vergeben. Kate sei ein „guter Mensch“.

Was sie bei der Geschichte aber ärgere, ist dass „jeder“ im Königshaus gewusst habe, dass sie wegen Kate geweint habe, aber niemand habe die falschen Berichte gerade gerückt. Dies sei für sie „der Beginn eines wahren Rufmordes“ und ein „Wendepunkt“ in ihrer Beziehung zur königlichen Familie gewesen, sagte Meghan. „Ich habe verstanden, dass ich nicht nur nicht geschützt werde, sondern dass sie bereit waren zu lügen, um andere Familienmitglieder zu schützen.“

Herzogin Kate wird weder das eine noch das andere kommentieren. Sie wird wohl an der Maxime der Royals „never complain, never explain“ („nicht jammern, nichts rechtfertigen“) festhalten und sich niemals zu den Vorfällen äußern. Genauso hat die Queen in ihrem Statement zu dem Interview bereits klargestellt, dass das Königshaus den Rassismus-Vorwurf gegen einen Senior-Royal intern innerhalb der Familie diskutieren wird und nicht öffentlich.

Vorwürfe „ernst genommen“
Nach dem brisanten Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan hatte sich der Buckingham-Palast am Dienstagabend erstmals zu Wort gemeldet. In einer Mitteilung im Auftrag von Queen Elizabeth II. hieß es, die Königsfamilie nehme die Vorwürfe des Paares „sehr ernst“. Besonders den Vorwurf des Rassismus wolle man intern aufarbeiten. Konkret soll ein Royal mit Prinz Harry vor der Geburt seines Kindes Archie darauf angesprochen haben, wie „dunkel das Kind“ wohl werde. Herzogin Meghan erklärte, dass sie das so sehr getroffen habe, dass sie nicht mehr leben wollte, aber keine Hilfe bekommen habe.

„Die ganze Familie ist traurig darüber, wie schwierig die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind“, erklärte der Palast. Die angesprochenen Themen seien besorgniserregend. Obwohl sich die Erinnerungen an die Vorfälle teilweise unterscheiden, würden die Vorwürfe ernst genommen und von der Familie privat aufgearbeitet, hieß es weiter. „Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Familienmitglieder sein“. Zuvor hatten sich führende Royals einem Bericht der BBC zufolge zu Krisensitzungen getroffen.

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