Aber positiv

Glücksspiel-Vergangenheit holt Anschober ein

Als Landesrat in Oberösterreich hat Rudi Anschober illegale Praktiken im Glücksspiel aufgezeigt. Nun gibt’s Verschärfungen!

Wenn einen die Vergangenheit einholt, ist das selten was Positives. Anders im Fall des grünen Ministers Rudolf Anschober, dem die Regierungsbeteiligung im Bund nun einen späten Erfolg verschaffte. Denn in seiner Zeit als Landesrat, damals noch als „Rudi“, war er in Oberösterreich vor allem 2018 und 2019 intensiv mit den Auswüchsen der Glücksspielbranche befasst – aber nicht so, wie es sich unser Karikaturist ausmalt.

Auf Glücksspielpaket geeinigt
Es ging Anschober darum, auch mit dem Input von geschäftstüchtigen, aber in der Legalität bleibenden Insidern aus der Szene der Spielautomatenaufsteller, illegale Praktiken (verbotene Automaten, kein Spielerschutz) und die Schwäche der gesetzlichen Maßnahmen dagegen aufzuzeigen. Auf Bundesebene blieben die Bemühungen aber – obwohl auch vom damaligen FPÖ-Landesrat Elmar Podgorschek mitgetragen – am seinerzeitigen Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs, ebenfalls von der FPÖ, hängen.

Dieser Tage jedoch haben sich ÖVP und Grüne in der Bundesregierung auf ein Glücksspielpaket geeinigt. „Es bringt Maßnahmen für mehr Spielerschutz und stärkt die Behörden im Kampf gegen das illegale Glücksspiel“, freut sich Minister Anschober nun.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Samstag, 17. April 2021
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