25.02.2021 12:38 |

Alter, Vorerkrankungen

RKI: Hälfte der Erwachsenen gehört zu Risikogruppe

Bei Diskussionen um die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, spielt meist die Zuordnung von Risikogruppen eine wesentliche Rolle. Wie eine aktuelle Studie des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt, ist mehr als die Hälfte der Menschen ab 15 Jahren der Gefahr einer schweren Erkrankung mit Covid-19 ausgesetzt. Die Risiken sind jedoch ungleich verteilt: Neben Vorerkrankungen und Alter spielt auch die Bildung eine Rolle.

Nur ein Teil der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist von einem schweren oder kritischen Krankheitsverlauf betroffen. Dabei spielen neben dem Alter vor allem Vorerkrankungen eine entscheidende Rolle. Laut der Studie des RKI sind dadurch mehr als die Hälfte der Menschen über 15 Jahre der Risikogruppe zuzurechnen.

Vier Millionen Österreicher in der Risikogruppe
Die Wissenschaftler nutzten dazu die Daten einer Studie, für die rund 23.000 deutschsprachige Menschen ab 15 Jahren zwischen April 2019 und Oktober 2020 telefonisch befragt wurden. Alleine für Deutschland gehen sie dabei von einem erhöhten Risiko für 36,5 Millionen Menschen aus - davon sehen sie 21,6 Millionen Menschen als Hochrisikogruppe.

Umgelegt auf Österreich wären das knapp vier Millionen Menschen in der erhöhten Risikogruppe sowie mehr als zwei Millionen Menschen in der Hochrisikogruppe. 

Vorerkrankungen sorgen für erhöhtes Risiko
Ein stark erhöhtes Risiko haben demnach Menschen im Alter über 65 (19 Prozent der Österreicher) sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, chronischen Nierenbeschwerden und Adipositas. Erhöhtes Risiko wird in der Studie bei Betroffenen mit einer Reihe weiterer Vorerkrankungen gesehen (darunter Bluthochdruck, Asthma sowie Herzinfarkt und Schlaganfall oder chronischen Folgebeschwerden). Zudem war der Hilfebedarf im Alltag ein Kriterium.

Als Hauptrisikofaktor gelte mittlerweile ein höheres Lebensalter, schreiben die Autoren. Die Risiken sind der Studie zufolge aber ungleich verteilt. Auch sind laut der Studie unter Menschen mit geringer Bildung größere Anteile der Risiko- und Hochrisikogruppe zuzurechnen als bei durchschnittlich und höher Gebildeten.

Quellen: RKI/Agenturen

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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