24.02.2021 18:25 |

„Die Lage ist ernst“

Schweden verschärft erneut seine Corona-Maßnahmen

Aus Sorge vor einer dritten Corona-Welle schärft Schweden erneut bei seinen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nach. Während es für die durch die Impfung bereits recht gut geschützten Alten- und Pflegeheime sogar Erleichterungen gibt, werden die Regeln für die restliche Bevölkerung strikter.

„Die Lage in Schweden ist ernst. Wir haben eine hohe Infektionsausbreitung. Und sie nimmt weiter zu”, machte Regierungschef Stefan Löfven klar. Es bestehe das Risiko einer dritten Corona-Welle. Das effektivste Mittel gegen die Virus-Ausbreitung sei es, Abstand zueinanderzuhalten und keine Menschen außer seine nahen Angehörigen zu treffen.

Zuletzt stiegen die Fallzahlen in Schweden wieder deutlich an, was auch auf die rasante Ausbreitung der besonders ansteckenden britischen Virus-Variante zurückgeführt wird.

Lokale müssen früher schließen
Restaurants, Kneipen und Cafés bleiben in Schweden zwar weiterhin geöffnet, sollen aber wegen einer beunruhigenden Corona-Lage künftig um 20.30 Uhr schließen. Die Begrenzung solle ab dem 1. März und unabhängig davon gelten, ob das Lokal Alkohol ausschenkt oder nicht, sagte der Generaldirektor der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten, Johan Carlson, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Der Vorschlag wird nun zur behördlichen Überprüfung geschickt.

Impfung bringt auch Lockerungen
Erleichterungen gibt es hingegen für ältere Menschen in Pflegeheimen nach einer Impfung. Die vollständig geimpften Heimbewohner sollen mit weniger Einschränkungen leben können, sagt der Chef-Epidemiologe Anders Tegnell der Zeitung „Dagens Nyheter“. 

Dem Blatt zufolge haben inzwischen mehr als 80 Prozent der Bewohner von Altenheimen ihre erste Corona-Impfung erhalten, 64 Prozent sind mit einer zweiten Dosis bereits vollständig geimpft.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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