500 Protestbriefe

Zwei Prozent der Eltern sind gegen die Covid-Tests

Morgen, Montag, startet für rund 200.000 Schüler und 38.000 Lehrer in Oberösterreich das Sommersemester. In den Volksschulen gibt es Normalbetrieb, ansonsten Schichtbetrieb. Aber es gibt auch Widerstand: Bei der oö. Bildungsdirektion trudelten bereits 500 Elternschreiben gegen Tests und Masken ein.

Für rund 62.600 Volksschulkinder geht die Schule morgen wieder ganz normal los, vorausgesetzt, sie lassen sich zwei Mal in der Woche testen. Kinder, die nicht getestet werden dürfen, müssen zu Hause bleiben. Auch die Kindergartenpflicht tritt wieder in Kraft. Die Kinder werden dort nicht getestet, aber für die Mitarbeiter stehen Tests zur Verfügung.

Blick zu den Nachbarn
Nach langen Wochen im Distance Learning kehren auch Unter- und Oberstufenschüler sowie Berufsschüler in die Klassen zurück, allerdings im Schichtbetrieb. Sie testen sich selbst und es gilt Maskenpflicht im Unterricht. Freitag bleibt Distance-Learning-Tag. Bildungsdirektor Alfred Klampfer blickt gerade neugierig nach Wien und Niederösterreich, wo die erste Schulwoche bereits vorbei ist.

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Manche Eltern machen Schulleiter für die Maske und die Tests verantwortlich. Aber sie wenden sich an die Falschen! Das Testen in den Schulen ist geltende Gesetzeslage, die Regierung hat das beschlossen. Schulleiter sind verpflichtet, sich daran zu halten.

Bildungsdirektor Alfred Klampfer

„Es haben sich 98 Prozent der Eltern mit den Schülertests einverstanden erklärt“, lautet die Bilanz. „Ich hoffe, dass das bei uns auch so sein wird.“ Aber es gibt schon Gegenwind: Seit Mitte Jänner die Schülertests beschlossen wurden, trudelten schon 500 Elternschreiben bei der Bildungsdirektion ein. Darin spiegeln sich Elternsorgen wieder, aber auch Ablehnung, ein Großteil mit fragwürdigem Inhalt: „Viele füllen einfach vorgefertigte Schreiben aus, die im Internet kursieren.“

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Mittwoch, 29. September 2021
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