„Echte“ Gäste blieben

Behörde schickt Familien von Kurhotel nach Hause

Noch am Tag, als der „Krone“-Artikel über verdächtig viele Familien in einem Bad Goiserer Kurhotel (Oberösterreich) erschien, kam die Bezirkshauptmannschaft zur Kontrolle. Und schickt rund 50 Gäste heim, schließt das Kurhotel-Semesterferienschlupfloch. Die „echten“ Kurgäste dürfen natürlich bleiben.

Eine Kur mit Kindern als Begleitpersonen - dieses Schlupfloch im derzeitigen Lockdown, in dem der Skiurlaub in den Ferien leider ausfällt, stopfte die Bezirkshauptmannschaft Gmunden in Bad Goisern umgehend.

Besuch zum Abendessen
Zum Abendessen kamen drei Behördenvertreter und zwei Polizisten ins Hotel. „Augenscheinlich waren 40 bis 50 Personen keine klassischen Kurgäste, weil sie Kinder dabei hatten“, sagt Martin Scheuba, Vize-Bezirkshauptmann von Gmunden. Auch die geöffnete Bar wurde unter bösen Blicken der Gäste behördlich trockengelegt.

Gäste verschont, Direktor belehrt
„Wir haben die Gäste nicht persönlich angesprochen, das wäre übers Ziel hinausgegangen, aber mit dem Direktor gab’s ein ausführliches Gespräch über die Rechtslage“, sagt Scheuba, der jetzt vom Hotelbetreiber laufend informiert wird, welche Gäste schon abgereist sind. „Die Verordnung sagt klar, dass Familienanhang, vor allem Kinder, nicht erlaubt ist.“

Mehrere Anzeigen
Bei der BH Gmunden werden jetzt gegen den Hotelbetreiber Anzeigen wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht, Abstands-, Beherbergungs- und Gastro-Regeln erstellt.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

 OÖ-Krone
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Samstag, 27. November 2021
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