Neuer Trick

Betrüger schreckten Linzer mit Anklage in Türkei

Neuer Betrugstrick: Ein gefälschtes Schreiben des deutschen Bundeskriminalamtes über eine Anklage in der Türkei jagte einem Linzer (80) einen großen Schrecken ein.

In Deutschland sind diese Betrugsschreiben schon länger im Umlauf, in Oberösterreich ist der kriminelle Trick noch neu, auch für Betrugsspezialist Gerald Sakoparnig. „Aber das kann sich schnell ändern, und die Welle schwappt zu uns über.“

Terror, Geldwäsche, Kinderpornografie
Beim 80-jährigen Linzer hatten die Betrüger kein Glück. „Obwohl man schon einen Schrecken bekommt, wenn man liest, dass man in der Türkei wegen Verbindung zu Terrororganisationen, Geldwäsche und Kinderpornografie angeklagt ist“, erzählt der Pensionist.

Verschwiegenheitserklärung
Am 28. Jänner sollte der Prozess in Istanbul sein. Das (falsche) Bundeskriminalamt versprach Hilfe. Dafür sollte der Senior 9640 Euro Kaution zahlen und auch eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Der Linzer ging mit den Schreiben aber zur Polizei.

Betrugsmasche wird oft verfeinert
Chefinspektor Sakoparnig: „Meines Wissens ist das der erste Fall in Oberösterreich. Wenn sie nicht auf Anhieb klappt, wird eine neue Masche von den Betrügern oft noch verfeinert.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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