Unfall nach Bergtod

Trauernde Familie: „Schon wieder trifft es uns“

Manche Menschen trifft das Schicksal leider knüppeldick. Im Fall von Karin und ihren vier Kindern aus dem Bezirk Kirchdorf hat es binnen Wochen leider nun schon zweimal zugeschlagen. Nach dem Todessturz des Familienvaters Thomas (33) verunglückten am Dienstag die Witwe und die Halbwaisen bei einer Autofahrt.

„Mir tut alles weh, ich hab’ überall blaue Flecken“, sagt Karin nach einer schlaflosen Nacht am Mittwoch im „Krone“-Gespräch. Auch der Kopf der einjährigen Nina ist von einer großen Beule gezeichnet. Und dennoch: Die 28-Jährige ist heilfroh, dass sie und die vier Kinder den schweren Autounfall am Dienstag gegen 18 Uhr auf der Bergsleithenstraße bei Pettenbach ohne schwere Verletzungen überstanden haben. Das erst drei Jahre alte Familienauto dürfte aber einen Totalschaden erlitten haben: „Mir fehlt jetzt ein Fahrzeug, mit dem ich die Kinder transportieren kann.“

Ein weiterer Schlag
Für die Frau aus dem Bezirk Kirchdorf ein weiterer Schlag, denn das Schicksal hatte es zuletzt mit ihrer Familie nicht gut gemeint. Im Oktober war Ehemann Thomas, der Vater der vier Kinder Leon (11), Lara (5), Madlen (3) und Nina (1), bei einer Bergtour tödlich verunglückt.

Plötzlich alleine
‘Die karenzierte Köchin stand plötzlich allein mit den Kindern und den Krediten für das gemeinsame Haus da. Und nun der Unfall. „Dass es uns schon wieder trifft, ist hart“, seufzt Karin und erzählt: „Ich bin auf der schneeglatten Fahrbahn bergab ins Rutschen gekommen und hab’ den Wagen nicht mehr auf der Straße halten können. Wir sind dann über die Böschung in den Bach gerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen“, sagt Karin, deren Füße auch eingeklemmt waren. „Mir ist es dann aber gelungen, mich selbst zu befreien und die Einsatzkräfte zu alarmieren“, so die Verletzte. Drei Feuerwehren, Rettung und Notarzt standen im Einsatz. Die Helfer bargen das Wrack und versorgten die geschockte Familie.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Samstag, 06. März 2021
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