19.01.2021 17:21 |

„Es geht chaotisch zu“

Lehrer: Selbsttest-Lieferung ein „Gesamtdesaster“

Die Corona-Selbsttests für Schüler sorgen weiter für Unmut: Lehrervertreter haben am Dienstag neuerlich Kritik an unvollständigen oder verspäteten Lieferungen an die Schulen geübt. „Es geht chaotisch zu - das ist ein einziges organisatorisches und logistisches Gesamtdesaster“, so der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger. Die Gewerkschaft forderte indessen eine frühere Versorgung auch der Berufsschulen.

„Tests werden nach wie vor lückenhaft ausgeliefert, zum Teil stimmt die Anzahl nicht mit dem Bedarf überein“, so Kimbergers Zwischenbilanz zu den Corona-Selbsttests. Zum Teil würden etwa Testkits ohne Flüssigkeit verteilt.

Mittlerweile seien die Zeitpläne von Ministerium oder Bildungsdirektion mehrmals geändert und mit Stand Dienstagnachmittag dann erst nicht eingehalten worden, so der oberste Lehrervertreter. „Das ist insofern ein Problem, weil zwar theoretisch Fernunterricht stattfindet, aber trotzdem viele Kinder zur Betreuung an den Schulen sind.“ An manchen Standorten seien es zwischen 50 und 80 Prozent, erinnerte Kimberger an die hohen Betreuungszahlen. „Es ist inakzeptabel, was da mit Schulleitungen und Lehrern gemacht wird.“

Forderung nach schnellerer Versorgung der Berufsschulen
Arbeiterkammer und Gewerkschaftsvertreter wiederum forderten, dass auch Berufs- und Landwirtschaftsschulen sofort mit Testkits ausgestattet werden. Diese sollen nach den Plänen des Ministeriums erst mit der zweiten Auslieferungswelle im Lauf der nächsten Woche berücksichtigt werden.

Begründet wird dies mit den parallel laufenden Massentestungen sowie dem Umstand, dass viele Lehrlinge von ihren Unternehmen regelmäßig getestet werden. Kimberger wiederum berichtete, dass in den Ländern die Schulen zum Teil umgeschichtet würden und Berufsschulen Testkits zur Verfügung gestellt hätten.

Selbsttests: Noch kein einziger Corona-Fall in Wiener Kindergärten
Am Montag waren indessen auch die Corona-Selbsttests für das Personal an den Wiener Kindergärten angelaufen. Am ersten Tag wurden bereits 1069 solche Gurgel-PCR-Tests durchgeführt. Für 617 davon lagen Dienstagmittag die Ergebnisse schon vor - und sie waren erfreulich: In keinem einzigen Fall konnte nämlich eine Virusinfektion festgestellt werden, informierte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Die restlichen 452 Proben seien noch in Auswertung.

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