17.01.2021 06:00 |

Im „Krone“-Talk

„Mama Starmania“ Arabella Kiesbauer ist zurück

Moderatorin Arabella Kiesbauer (51) über zarte Pflänzchen, kleine Schrauben, Schätze, die es zu heben gilt - und warum es auf der Hand lag, dass sie die ORF-Show präsentiert.

„Krone“: Sie übernehmen nach 19 Jahren „Starmania“: Waren Sie überrascht, dass Sie das alte Pferd neu satteln?
Arabella Kiesbauer: „Starmania“ ist eine Marke, die man hegen, pflegen und weitertragen muss. Da braucht’s nur kleine Schrauben, an denen man drehen kann. Die Moderation ist sehr stark mit mir verbunden. Also ehrlich gesagt, lag es auf der Hand, dass ich das moderiere.

Eine Marke, die man mit altem Team neu belebt?
Natürlich auf 2021 getrimmt. Es sind ja doch viele Jahre ins Land gezogen, und viele Veränderungen haben stattgefunden. All dem muss man Rechnung tragen. Eins zu eins das Gleiche wie vor 19 Jahren zu machen, das wird’s natürlich nicht spielen.

Sie wurden damals zur „Mama Starmania“, weil Sie die Kandidaten gegen die Kritik der Juroren in Schutz nahmen. Wird das wieder so sein?
Im Laufe der Liveshows habe ich damals gemerkt, dass das zum Teil sehr zarte Pflänzchen sind, die mit manch Unbill, die der Ruhm mit sich bringt, erst umgehen lernen müssen. Und da bin ich zur Löwenmutter geworden. Ob das wieder notwendig ist, wird sich weisen. Ich bin aber generell eine, die sich gerne einsetzt gegen Ungerechtigkeiten und für andere starkmacht. Ich habe recht viel Power (lacht). Da kann ich auch was abgeben.

Seit der letzten Staffel vor elf Jahren gab es zig Castingformate. Wie kann „Starmania“ herausstechen?
Das Alleinstellungsmerkmal von „Starmania“ ist, dass es um heimische Talente geht und in Österreich aufgrund der Bundesländer, wo viel Musik gemacht wird, ein unglaubliches Potenzial vorhanden ist. Noch mehr als in Wien, weil Musik auf dem Land zum Teil auch ganz anders gepflegt wird. Und diesen Schatz gilt es zu heben.

Warum hat man damit nicht schon längst begonnen?
(lacht) Das habe ich mich ehrlich gesagt auch gefragt, wenn man sieht, wie erfolgreich andere Castingshows in Deutschland in den letzten Jahren waren. Ich finde, das ist ein Genre, das gehört einfach zum Fernsehen dazu.

Kann man in Zeiten von Instagram-Selbstvermarktung & Co. durch so ein Format heute noch zum Star werden?
Ich glaube schon, dass man damit Stars generieren kann. Wie „Starmania“ gezeigt hat, haben ja einige Kandidaten das Musikgeschäft stark geprägt: Man denke an Christina Stürmer, Tom Neuwirth alias Conchita, Lukas Perman, Eric Papilaya, Nadine Beiler. Das Potenzial und die Publicity sind da. Die kann man nutzen und was draus machen. Aber das muss jeder für sich entscheiden, ob er das auch möchte.

Stefan Weinberger, Kronen Zeitung

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