Sparprogramm 2021

Zwei Drittel weniger Besucher in Linzer Museen

Schwer getroffen von der Corona-Pandemie ist bekanntlich die gesamte Kulturwelt. Auch die Linzer Museen Lentos und Nordico blieben nicht verschont, verloren zwei Drittel der Besucher. Das Ausstellungsprogramm für 2021 ist daher ein reduziertes, es setzt Schwerpunkte bei weiblicher Kunst und Zeitgeschichte.

„2020 war ein schwieriges Jahr, das große wirtschaftliche Folgen für uns hatte. Ein Drittel des Jahres waren unsere Museen geschlossen, es gab einen Einbruch beim Städtetourismus und kaum Besuche der Schulen“, fasst Gernot Barounig, Kaufmännischer Direktor der Museen der Stadt Linz, zusammen, warum Lentos und Nordico im letzten Jahr zwei Drittel der Besucher verloren haben. Es wurde ein Rückgang von 40 Prozent der erwarteten Umsatzerlöse verzeichnet. Man sei aber stolz, dass man die Ausfälle ohne zusätzliche Mittel des Eigentümers ausgleichen konnte.

4,4 Millionen Budget
Das Ausstellungsprogramm für 2021 musste dafür aber reduziert werden. Außerdem sei man dafür gerüstet, dass es zu weiteren Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie kommen kann und das derzeit angenommene, ohnehin knappe Budget von 4,4 Millionen Euro dann nicht ausgeschöpft werden kann.

Fünf neue Ausstellungen im Lentos
Nichtsdestotrotz freut man sich im Lentos auf fünf neue Ausstellungen. „Wilde Kindheit“ mit 170 Künstlern soll ab Mai breite Bevölkerungsschichten ansprechen. Museumsdirektorin Hemma Schmutz freut sich besonders über „Feministische Avantgarde aus der Sammlung Verbund“, die zuvor schon in London und Madrid zu sehen war. „Im Licht des kürzlichen Sturms auf das Kapitol in den USA ist auch unsere Schau ,Transformation und Widerkehr‘ besonders interessant“, so Schmutz. Sie zeigt faschistoide Mechanismen im Spiegel zeitgenössischer Kunst. Personalen zu Emmy Haesele und Ida Maly unterstreichen nochmals den Anspruch, mehr weibliche Positionen zu zeigen.

Hitler und soziale Architektur im Nordico
Im Nordico gibt es 2021 zwei neue Präsentationen: „Der junge Hitler“ (ab 16. April) in Kooperation mit dem Haus der Geschichte St. Pölten und „Gebaut für Alle“ über soziale Architektur in Linz.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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