In Feldkirchen/Donau

Vater übergibt Bürgermeisteramt an Sohn

Feldkirchen an der Donau hat einen neuen Bürgermeister. Nach dem überraschenden Rücktritt von Franz Allerstorfer (SP) wählte der Gemeinderat in einer geheimen Abstimmung am Donnerstagabend seinen Sohn David zum Nachfolger. Auch dessen Onkel hat bereits die Geschicke der Donaugemeinde geleitet.

Seit dem Jänner 1993 ist die Gemeinde Feldkirchen in der Hand der Familie Allerstorfer. Vor 27 Jahren wurde Josef Allerstorfer zum damaligen Ortschef gewählt. Zehn Jahre später löste den ÖVP-Politiker sein Bruder und SPÖ-Mann Franz Allerstorfer ab. Der „Rote“ krachte in der Folge aber nicht nur mit der Volkspartei zusammen, auch unter den Feldkirchner Genossen flogen die Fetzen.

Sohn wurde Spitzenkandidat
Als vor zwei Jahren der Ortschef seinen Sohn David zum Spitzenkandidaten für die Wahl im Herbst 2021 präsentierte, trat Robert Gumpenberger aus der Partei aus. Eigentlich war er als Nummer eins für den Wahlkampf vorgesehen gewesen. Auch Ende 2020 kam es dann plötzlich völlig anders. Allerstorfer trat überraschend zurück. Gesundheitlich war der 67-Jährige nach zwei Herzinfarkten und einer Covid-19-Erkrankung ziemlich angeschlagen.

Duell mit VP-Kandidaten
Statt den Bürgern im Herbst musste gestern der Gemeinderat über den 14. Bürgermeister des Ortes entscheiden. Wenige Tage vor der Abstimmung entschied sich ÖVP-Fraktionschef Karl Wögerer für ein Duell.

Fremde Hilfe
Die SP, die 15 der 31 Sitze im Gemeinderat hat, war für den Erhalt des Bürgermeistersessels plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen. Und diese erhielt sie auch. Auf Allerstorfer entfielen 16 Stimmen, auf Wögerer 13, zwei Stimmen waren ungültig. Der neue Bürgermeister (39) ist seit 2015 in der Gemeindepolitik. Seit dem Rücktritt seines Vaters führte er interimistisch die Geschicke der 5400-Einwohner-Gemeinde.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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