29.12.2020 06:00 |

Exekutive wartet ab

Ski-Zirkus nach Ansturm auf die Pisten

Das Wetter tat am Montag mancherorts sein Übriges zur Entspannung, aber nachdem am Wochenende zahlreiche Skigebiete im Land förmlich überrannt worden sind, die „Krone“ berichtete, kehrte nun wieder Ordnung ein - auch im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet. Vor allem private Security-Firmen sorgten dort für einen reibungslosen Ablauf, die Exekutive wartet ab. Zu Silvester wird man sehen, ob die Sicherheitskonzepte nun passen.

„Unsere Einheiten stehen zwar bereit, wurden aber nicht angefordert“, erklärte man in der Landespolizeidirektion St. Pölten. Zulauf auf den Semmering war also nur im eng begrenzten Umfeld des Profi-Ski-Zirkus gegeben, die Veranstalter atmeten auf.

Nach dem folgenschweren Ansturm am Wochenende hagelte es ja von allen Seiten viel Kritik an den Betreibern, und selbst die deutsche „Bild“-Zeitung nahm die Vorgänge reißerisch ins Visier.

Verschärfungen und bessere Konzepte
Von West nach Ost werden nun aber die sicherheitstechnischen Bestimmungen verschärft. In Oberösterreich und der Steiermark versprechen die Behörden bereits bessere Konzepte. Die NÖ-Bergbahnen fordern indes aber auch die Mithilfe der Bevölkerung ein: „Es gibt unzählige Informationsplattformen im Internet. Die Buchungszahlen, Wetterprognosen und auch die aktuellen Auslastungen der Skigebiete können oft schon vorab gut eingeschätzt werden“, wird eindringlich ermahnt.

Silvester als Prüfstein für Liftbetreiber
Das Silvester-Wochenende wird nun jedenfalls zum großen Prüfstein für die Liftbetreiber. Die Bundesregierung behält nämlich die Vorgänge genau im Blick. „Für das Betreiben von Skiliften gelten nicht ohne Grund strenge Vorschriften.

Wenn einzelne Liftbetreiber sich jedoch nicht an die Regeln halten und nicht richtig vorbereitet waren, dann kann das nicht ohne Konsequenz bleiben“, warnt etwa Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) vorab.

Josef Poyer, Kronen Zeitung/krone.at

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