28.12.2020 13:25 |

Verkehrsprobleme

Heftige Schneefälle legen Norditalien lahm

Heftige Schneefälle haben am Montag Norditalien lahmgelegt. Mailand und die ganze Lombardei lagen unter einem dichten Schneemantel. Sehr heftig schneite es im gesamten Norden von Ligurien und Piemont bis Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Schneeflocken fielen auch in Turin und in der ganzen Region Piemont. Bei den Verbindungen zum Hafen Genuas gab es erhebliche Probleme.

Der Verkehr in mehreren norditalienischen Großstädten kam zum Erliegen. Zahlreiche Bahnverbindungen fielen aus. Eine 49-jährige Frau wurde in Mailand verletzt, als ein Baum auf die Stromleitung einer Straßenbahn fiel. Sie wurde mit einer Gehirnerschütterung ins Spital eingeliefert, befand sich aber nicht in Lebensgefahr, teilten die Ärzte mit. Starker Schneefall hat auch die Durchführung des ersten Herren-Skirennens in Bormio am Montag unmöglich gemacht.

Neuerlich Hochwasser in Venedig
Auch in Venedig schneite es. Die Behörden in der Lagunenstadt erwarten wieder einen Anstieg des Meeresspiegels. Für Montag wurde Hochwasser von 130 Zentimetern über dem Normalwert gemeldet, schrieb Bürgermeister Luigi Brugnaro auf Twitter.

Die Tore des Flutschutzsystems MOSE wurden aktiviert, so blieb der Markusplatz trocken. Die Flutschutztore sind an drei Einfahrten zum Hafen der Lagunenstadt installiert und wurden im Rahmen eines umstrittenen und milliardenschweren Bauprojekts errichtet.

Fährverbindungen zu Elba unterbrochen
Schnee fiel im ganzen Alpenraum, die Meteorologen warnten vor Lawinengefahr. In der Stadt Trient wurden bis zu 30 Zentimeter Schnee gemeldet. Auch am Apennin in den Regionen Emilia Romagna und Toskana schneite es, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Wegen heftigen Sturms kamen die Fährenverbindungen zwischen der Toskana und der Insel Elba zum Erliegen.

In Rom regnete es stark. Zu Problemen kam es bei den Fährenverbindungen zwischen Neapel und den Inseln Ischia und Capri. Heftige Stürme machten der Insel Sardinien zu schaffen. Die Kälte dürfte laut Meteorologen auch in den nächsten Tagen anhalten.

 krone.at
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