Europa League

1:4 bei Arsenal: Rapid glaubte nie an Sensation

Rapid war mit dem 1:4 in London bei Arsenal noch gut bedient. Die Hütteldorfer betrieben fast nur Schadensbegrenzung. Für Aufstieg in der Europa League braucht man gegen Molde am kommenden Donnerstag nun ein 1:0 oder einen Sieg mit zwei Toren Differenz.

„Seid mutig, traut euch etwas zu! Es geht um die Reputation!“ Die Worte von Rapids Sportchef Barisic waren gut gemeint - nur glich der „Auftrag“ fast einem Himmelfahrtskommando. Denn für Rapids B-Garnitur mit sieben Umstellungen ging es in London von Anfang an nur um Schadensbegrenzung. Wobei man Trainer Kühbauer verstehen kann. Drei Spiele pro Woche, personell aufgrund vieler Ausfälle am Anschlag und selbst eine Sensation gegen Arsenal hätte an der Ausgangslage in der Gruppe B der Europa League nichts geändert. Daher nahm Don Didi das „Freispiel“, die 1:4-Abfuhr in Kauf: „Wir mussten aus verschiedenen Gründen rotieren. Es wäre auch mit der Bestbesetzung schwer gewesen. Wir haben noch viele Spiele, brauchen auch da eine funktionierende Mannschaft.“

Passiv und mutlos
Allerdings nutzten die „Neuen“ gestern vor allem vor der Pause ihre Chance nicht, um auf sich aufmerksam zu machen. Passiv. Mutlos. So sollte sich Rapid auf der internationalen Bühne nicht präsentieren. Auch wenn Kühbauer meinte, dass „jeder alles probiert hat“. Einzig Goalie Strebinger fing sich nach dem 0:1, verhinderte mit starken Paraden eine noch höhere Abfuhr. Das kann jetzt im Kampf um den Aufstieg (Top 2) ins Sechzehntelfinale entscheidend sein.

Lage „verbessert“
Weil Molde gestern Dundalk letztlich nur mit 3:1 schlug. So braucht Rapid am nächsten Donnerstag in Wien nicht zwingend einen Sieg mit zwei Toren Differenz. Denn jetzt würde auch schon ein 1:0-Sieg reichen. Denn dann wäre das direkte Duell ausgeglichen (in Molde setzte es ja ein 0:1), nur hätten Kapitän Hofmann und Co. dann die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Überspitzt formuliert hat sich Rapids Ausgangslage also fast verbessert.

Obwohl man gestern von Arsenal vorgeführt wurde.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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