In Ebelsberg

Am Kasernenareal „tobt“ bereits die Abrissbirne

„In Ebelsberg am Kasernenareal tut sich endlich was, fahren die Bagger auf“, dachte dieser Tage so manch Zaunkiebitz beim Blick ins Innere des ehemaligen Militär-Standorts. Doch wie sich nun herausstellte, handelte es sich dabei nur um Vorarbeiten, wurden die alten, nicht denkmalgeschützten, Werkstätten abgerissen.

Die Abrissbirne tobt am Kasernenareal – doch dies ist keineswegs – wie mancher jetzt glauben könnte – der Startschuss für den städtischen „Masterplan“.  Der, wie bestens informierte „Krone“-Leser wissen, vorsieht, einen Stadtteil mit rund 3000 Wohnungen im Linzer Süden auf der Fläche der ehemaligen Hiller-Kaserne und den angrenzenden „Sommergründen“ zu errichten, der künftig auch das neue Zentrum von Ebelsberg bilden soll.

Ein Rückblick
2015 erwarben die Wohnungsgesellschaften WAG, EBS, Neue Heimat und Heimstätte die „Sommergründe“ nördlich der Ebelsberger-Kaserne, ein Jahr später die WSF-Privatstiftung der XXXLutz Gruppe das Areal der ehemaligen Kaserne. Seitdem blicken nicht nur die dortigen Nachbarn interessiert auf die 330.000 m² große Entwicklungsfläche. Erst hieß es, dass ab 2020 die Bagger anrollen werden, später dann 2021. Ehe im September SP-Stadtchef Klaus Luger und FP-Stadtvize Markus Hein unisono verkündeten: „Der neue Stadtteil wird das Konzept kurzer Wege für die Bewohner mit viel Grün sowie Möglichkeiten für dezentrale Arbeitsplätze und Dienstleistungen verbinden. Bei der Realisierung haben wir keinen Zeitdruck.“

Letzterer lüftet auch das Geheimnis um die durchgeführten Abrissarbeiten. „Es handelt sich dabei um Vorarbeiten des Eigentümers, die mit dem eigentlichen Projekt absolut nichts zu tun haben. Es braucht erst den neuen Bebauungsplan und die Umweltplanung, bevor es losgehen kann“, so Hein. Wohl nicht vor 2022.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Freitag, 22. Jänner 2021
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