10.11.2020 09:46 |

Riesenverlust

Voestalpine zum Halbjahr tief in den roten Zahlen

Dem oberösterreichischen Technologieunternehmen Voestalpine macht die Corona-Krise schwer zu schaffen. Der Konzern musste im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoverlust von 276 Millionen Euro verbuchen. Gab es im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 115 Millionen Euro, brach der Umsatz heuer um ein Fünftel auf 5,1 Milliarden Euro ein.

Nachdem der Stahlkonzern schon davor mit der nachlassenden Konjunktur, US-Strafzöllen auf Stahlprodukte, einer Kostenexplosion im Roheisenwerk in Texas und überbordenden Anlaufkosten in der amerikanischen Automotive-Sparte zu kämpfen hatte. 

Deutlich weniger Mitarbeiter
Die Umsätze sanken zwischen April und September um 21,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro, wie der Konzern Dienstagfrüh mitteilte. Der Personalstand wurde um 6,5 Prozent auf weltweit 47.917 Mitarbeiter spürbar zusammengestrichen. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte von plus 230 Millionen Euro auf minus 215 Millionen Euro in den negativen Bereich. Grund dafür seien Sonderabschreibungen und die wirtschaftliche Entwicklung.

Hoffen auf Markterholung
Es gibt den Angaben zufolge aber erste Signale der Entspannung. Das erste Quartal sei noch von einem massiven Nachfrageeinbruch in beinahe allen Kundensegmenten und Regionen geprägt gewesen, doch im zweiten Quartal sei es zu einer spürbaren Erholung in wesentlichen Branchen gekommen.

So hat sich in wesentlichen Kundensegmenten im zweiten Quartal die Nachfrage wieder erholt, meint Konzernchef Herbert Eibensteiner. „Trotz positiver Marktsignale bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die neuerlichen Lockdown-Maßnahmen in Europa auf die Wirtschaft auswirken werden“.

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