03.11.2020 07:24 |

Polizei und Heer

Pürstl: „Ein Täter von der WEGA neutralisiert“

„Um 20.09 Uhr ist ein Täter durch WEGA-Kräfte neutralisiert worden“, gab Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl am Dienstag in der Früh bekannt - also nur neun Minuten, nachdem die ersten Notrufe eingegangen seien. Gleichzeitig hob er die Wichtigkeit des Streifendienstes der Exekutive hervor, der ein so schnelles Reagieren auf die terroristische Attacke ermöglicht habe. Das Bundesheer hat Kräfte des Jagdkommandos mit gepanzerten Fahrzeugen nach Wien verlegt.

Kurz zuvor hatte Innenminister Karl Nehammer bereits in einem Update zur Lage mitgeteilt, dass es sich bei dem getöteten Attentäter, der zusammen mit offenbar einem weiteren noch flüchtigen Täter ein Blutbad in der Wiener Innenstadt angerichtet hatte, um einen IS-Sympathisanten gehandelt habe.

„Fahndungsdruck deutlich erhöhen“
Pürstel lobte die Arbeit der Exekutive, die an den insgesamt sechs Tatorten gefordert war und unmittelbar danach das Abströmen der Bevölkerung aus der Gefahrenzone gesichert habe. „Nun konzentrieren wir uns neben der Aufklärungsarbeit darauf, auch den Fahndungsdruck deutlich zu erhöhen, um den Wienern das Sicherheitsgefühl zurückzugeben“, so Pürstl.

Pürstl dankte den zahlreichen Polizisten und Polizeipartnern. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, dem Bundesheer, den ÖBB und den Wiener Linien habe hervorragend funktioniert. Die Spezialkräfte seien seit Stunden im Einsatz, schilderte auch Generaldirektor Franz Ruf. Partner aus Deutschland und Ungarn hätten bereits Unterstützungskräfte angeboten. Zudem seien Einsatzkräfte aus den Bundesländern zusammengezogen worden.

Heer mit gepanzerten Fahrzeugen in Wien
Auch das Bundesheer steht zur Unterstützung der Polizei in Wien im Einsatz. Man wolle die Exekutive „unterstützen und entlasten“, erklärte Heeressprecher Michael Bauer.

Die Soldaten seien auch entsprechend bewaffnet und derzeit hauptsächlich mit dem Objektschutz - etwa für Botschaften - betraut. Zudem habe man Kräfte des Jagdkommandos sowie gepanzerte Fahrzeuge in Wien zusammengezogen. Die Dauer des Einsatzes sei noch nicht absehbar, so Bauer.

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