11.10.2020 08:01 |

Politisches Pulverfass

Mann bei Protesten in US-Stadt Denver erschossen

Bei Protesten einer rechten Gruppe und linker Gegendemonstranten in der US-Stadt Denver ist ein Mann erschossen worden. Ein Verdächtiger, der als privater Sicherheitsmann arbeite, sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Fall habe sich in der Nähe des Kunstmuseums ereignet. Nähere Angaben zum Opfer wurden nicht gemacht. Ein Fotograf der „Denver Post“ hielt fest, wie ein Mann mit einer Spraydose einen anderen Mann besprüht, der eine Waffe gezogen hat. Kurz darauf fiel der tödliche Schuss.

Die Fernsehanstalt KUSA-TV teilte mit, der Festgenommene sei von dem Sender als Begleitschutz für eine Crew angeheuert gewesen. Das Denver Police Department bestätigte diese Angaben später auf Twitter.

Polizei: Keine Verbindungen zur „Antifa“
Im Internet kursierten nach der Tat Gerüchte darüber, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um ein Mitglied der sogenannten „Antifa“ gehandelt haben soll. Laut Polizei stehe der Mann jedoch in keinerlei Verbindung zur „Antifa“, die US-Präsident Donald Trump bereits im Mai als Terrororganisation einstufen wollte.

Gewaltspirale in den USA dreht sich weiter
Bei dem Mordopfer soll es sich um einen Teilnehmer der „Patriot Rally“ handeln. Die konservativen Trump-Unterstützer demonstrierten in Denver gegen eine Veranstaltung, die von „Black Lives Matter“-Unterstützern, den „Denver Communists“, organisiert wurde. In der US-Stadt Portland hatte die Polizei erst im September einen „Antifa“-Aktivisten erschossen. Kurz davor war ein Trump-Anhänger bei einer Demonstration erschossen worden.

In den USA kommt es in vielen Städten seit Monaten zu Protesten, oft richten sie sich gegen Rassismus und Polizeigewalt. Verstärkt gehen aber auch rechte Gruppen auf die Straßen. Immer wieder werden Ausschreitungen gemeldet. Trump hat dies zum Anlass genommen, im laufenden Wahlkampf verstärkt das Thema „Recht und Ordnung“ in den Fokus zu rücken.

Kritiker werfen ihm vor, mit seiner Rhetorik die angespannte Stimmung zusätzlich anzuheizen.

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