Linke Gegendemo

Strache wählte: „Politisches Erdbeben möglich“

Wien
09.10.2020 16:14

Heinz-Christian Strache hat schon am Freitag seine Stimme zur Wien-Wahl abgegeben. Danach hielt er vor dem Bezirksamt des dritten Wiener Bezirkes eine weitere Wahlkampf-Veranstaltung ab, in der er einmal mehr vor dem politischen Islam warnte und gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung wetterte. „Ich bin davon überzeugt, wir werden den Einzug in den Wiener Landtag schaffen und es ist vielleicht sogar ein politisches Erdbeben in Richtung einer prozentuellen Zweistelligkeit möglich“, gab sich der ehemalige Vizekanzler zuversichtlich.

„Wir haben mit einem Minimalbudget den Wahlkampf möglich gemacht“, versicherte der Ex-FPÖ-Chef und betonte, dass er nur mehrere Hunderttausend Euro zur Verfügung hatte, während andere Parteien ein Vielfaches davon ausgegeben hätten.

Heinz-Christian Strache bei seiner Stimmabgabe am Freitag (Bild: APA/Hans Punz)
Heinz-Christian Strache bei seiner Stimmabgabe am Freitag
(Bild: APA/HANS PUNZ)

„HC in Häfn, Links ins Rathaus“
Währenddessen versuchten Anhänger der Partei Links seinen Auftritt mit Rufen und kleinen Plakaten zu stören. Darauf war zu lesen „HC in Häfn, Links ins Rathaus“. Straches Kommentar: „Die Art und Weise, wie sie sich darstellen, ist genau das, was Kommunisten ausmacht.“ Er bezeichnete die Demonstranten als „Gesinnungsterroristen“, die politische Gegner am liebsten einsperren würden. Kurz darauf wurde die kleine Demonstration durch die Polizei aufgelöst.

Demonstranten bei Straches Abschlusskundgebung (Bild: APA/HANS PUNZ)
Demonstranten bei Straches Abschlusskundgebung

„Österreichisches Recht steht vor der Scharia“
Danach teilte Strache gegen die amtierende Wiener Stadtregierung aus, die dem radikalen politischen Islam den roten Teppich ausrolle. Sein Rat an Abdelati Krimi - den Kandidaten der Grünen, der unlängst in einem arabischsprachigen Interview das österreichische Eherecht kritisiert hat - sei zudem klar: „Da wird er noch zu lernen haben, dass das österreichische Recht vor der Scharia steht“, sagte Strache.

„Heute werden Grundrechte und Freiheitsrechte mit Füßen getreten“
Sich selbst sieht Strache als Teil der 1848er-Freiheitsbewegung. Deshalb kritisiere er die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Heute werden Grundrechte und Freiheitsrechte mit Füßen getreten“, sagte er. Aus diesem Grund unterschrieb er im Anschluss seiner Rede auch das Volksbegehren „Wiedergutmachung der Covid-19-Maßnahmen“. Darin wird unter anderem gefordert, dass alle Gesetze im Zusammenhang mit dem Coronavirus zurückgenommen und Strafen aufgehoben bzw. zurückgezahlt werden.

Straches Abschlusserklärung am Freitag (Bild: APA/HANS PUNZ)
Straches Abschlusserklärung am Freitag

Bereits am Mittwoch beendete das Team HC als erste Partei den Wien-Wahlkampf offiziell. Auch dort teilte Strache bei einem Open-Air-Event am Favoritner Viktor-Adler-Markt noch einmal kräftig gegen die politische Konkurrenz aus. Der Polit-Rückkehrer erinnerte in seiner Rede auch an Jörg Haider. Laut den Umfragen ist ein Einzug Straches zwar möglich, aber keineswegs fix.

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